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Warum Sie Schneidebretter aus Glas & Stein meiden sollten

schneidebrett glas

In diesem Artikel erfahren Sie, ob sich Schneidebretter aus Glas und Stein lohnen, welche Vor- und Nachteile die Materialien haben und warum Sie Glasschneidebretter nicht verwenden sollten.

Inhaltsverzeichnis

Jedes Material verfügt über Eigenschaften, die sich je nach Anwendungsgebiet, vorteilhaft oder nachteilhaft auf die Anwendung auswirken. Glas eignet sich beispielsweise prima als Material für Fenster oder zur Lagerung von Chemikalien oder Säuren. Doch wie sieht es als Material für Schneidebretter aus?

Wie gut sind Stein- oder Glasschneidebretter?

Glas oder Stein eignen sich aufgrund verschiedener Eigenschaften nur sehr schlecht als Material für Schneidebretter. Der Kauf solcher Bretter sollte daher vermieden werden. Stattdessen eignet sich Glas und Stein deutlich besser als elegante Abdeck- oder Servierplatte, auf der nicht geschnitten wird.

Vorteile von Glasschneidebrettern

Glas verfügt über einige wichtige Eigenschaften, die vorteilhaft in der Küche sind. Es zerkratzt nicht, leicht zu reinigen und hygienisch, verfärbt nicht und nimmt keine Gerüche an. Dies sind alles Vorteile von Glas und wichtige Eigenschaften in der Küche.

Nachteile von Glasschneidebrettern

Glas ist ein tolles Material, solange darauf nicht mit einem Messer geschnitten werden muss. Denn hier überwiegen die Nachteile eindeutig, weshalb es nicht als Schneidebrett geeignet ist.

Messer werden praktisch sofort stumpf

Schneidebretter dürfen nicht zu weich, aber auch nicht zu hart sein. Sind sie zu weich, entstehen relativ schnell Schnittspuren. Je mehr Schnittspuren, desto unhygienischer das Schneidebrett und desto kürzer dessen Lebensdauer.

Sind Schneidebretter auf der anderen Seite zu hart und deutlich härter als das Messer, wirkt es sich auf die Schnitthaltigkeit eines Messers aus. Glas und Stein sind um ein Vielfaches härter als die Klinge eines Messers. Wenn zwei unterschiedlich harte Materialien aufeinandertreffen, gibt immer das weichere Material nach. Die scharfe Messerklinge gibt nach und wird durch das harte Glas seitlich weggedrückt. Dadurch verliert das Messer seine ursprüngliche Schärfe. 

Dies bedeutet, dass ein scharfes Messer bereits nach dem ersten Schnitt auf Glas, deutlich an Schärfe verliert und nach nur weniger Schnitten bereits vollkommen stumpf sein kann. Die Schärfe eines Messers kann auf verschiedenen Wegen geprüft werden, wie ich in meinem Artikel So prüfen Sie die Schärfe von Messern erkläre.

Fehlende Sicherheit beim Schneiden

Das Schneidebrett spielt bei der Sicherheit beim Schneiden eine wichtige Rolle. Für sicheres Schneiden müssen Schneidebretter einerseits standfest sein, andererseits dürfen Messer beim Auftreffen aufs Schneidebrett nicht seitlich wegrutschen. Weil Glas aber so hart ist und Messerklingen keine Möglichkeit haben ins Material einzudringen, kann die Klinge beim Schneiden zur Seite abrutschen.

Je nachdem wie viel Glück oder Pech man dann hat, kann so ein Abrutschen des Messers auch mal ins Auge gehen und unter Umständen schwerwiegende Verletzungen verursachen.

Schneidebretter aus Stein sind vermutlich etwas sicherer was das Wegrutschen der Klinge angeht, aber dennoch kein Vergleich zu den gängigen geeigneten Materialien.

Hohes Risiko durch Bruchgefahr bzw. "Explosionsgefahr"

In der Küche kann es schon mal hektisch zugehen und man hantiert mit vielen unterschiedlichen und teilweise schweren Küchenutensilien wie z.B. Töpfen, Geschirr, Messern, Pfannen etc. Zusätzlich kommen teilweise extreme Temperaturunterschiede zustande. Da ist ein zerbrechliches Schneidebrett, das bei geringer oder in einigen Fällen auch ganz ohne Fremdeinwirkung, brechen oder zersplittern kann, fehl am Platz.

Glasschneidebretter können nicht nur bei einem Fall zerbrechen. Ein falscher Handgriff mit der Pfanne oder mit dem Topf, kann das Glas bereits beschädigen. Zudem können Glasschneidebretter bei zu hohen Temperaturschwankungen und in einigen Fällen auch ganz von alleine zersplittern oder auch „explodieren„. Letzteres kommt manchmal bei gehärtetem Glas vor, bei dem ein Herstellungsfehler für eine plötzliche Zersplitterung verantwortlich sein kann.

Wenn so ein Glasschneidebrett plötzlich im falschen Moment bricht, kann sowas verheerend sein und schlimme Verletzungen nach sich ziehen. 

Geräuschentwicklung beim Schneiden

Für einige Menschen mag dieser Punkt kein Nachteil sein, für mich persönlich und für viele andere, gehört dieser Punkt ebenfalls zu den Nachteilen von Glas Schneidebrettern. Schneidebretter aus Glas sind beim Auftreffen des Messers deutlich lauter, als Schneidebretter aus anderen Materialien.

Für sich alleine ist das kein großer Nachteil, aber eben einer von vielen entscheidenden Nachteilen von Schneidebrettern aus Glas.

Holz oder Glas?

Viele Anfänger stellen häufig die Frage, ob Holz oder Glas besser als Material für Schneidebretter geeignet ist. Wer den Artikel bisher gelesen hat, ahnt wie mein Urteil ausfällt.

Jedes Holz und sei es noch so ungeeignet, eignet sich besser für Schneidebretter, als Glas. Natürlich gibt es auch vollkommen ungeeignete Holzsorten für Schneidebretter, aber weil Glas (oder auch Stein) so ungeeignet sind, ist praktisch jede Holzsorte besser geeignet.

Wer mehr über die verschiedenen Holzsorten erfahren will, kann sich meinen Artikel Welches Holz ist am besten? durchlesen. Wer mehr über die gängigsten Materialien für Schneidebretter erfahren möchte, kann sich meinen Artikel Alle Materialien im Überblick anschauen.

Meine Empfehlung

Aufgrund der oben genannten teilweise gravierenden Nachteile, sollte sowohl Glas, als auch Stein nicht als Material für Schneidebretter verwendet werden. Die alleinigen Nachteile für Messerklingen und die schnelle Abstumpfung, sind Grund genug um Glas- und Steinschneidebretter zu meiden.

Bei Glas kommt noch die hohe Bruchgefahr hinzu. Daher sollte meiner Meinung nach niemand Schneidebretter aus Glas nutzen.
Schöne Glas- oder Steinplatten sind allerhöchstens als Servierplatten sinnvoll, auf denen nicht mehr geschnitten werden muss und bereits fertiges geschnittenes Essen serviert wird. Alternativ machen sie auch als Abdeckplatten für Herde und Ceranfelder Sinn.

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