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Santokumesser Test – 9 Santoku Messer getestet & verglichen

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In diesem Test habe ich 9 Santokumesser ausführlich getestet & verglichen. Dabei habe ich verschiedene beliebte Santokus, von preiswert bis 150 Euro getestet. Welche Santokus dabei am besten abgeschnitten haben, welche Santokus eher nicht empfehlenswert sind und worauf Sie bei Santokus achten sollten, erfahren Sie in diesem Artikel.

Inhaltsverzeichnis

Das Santoku wurde in 1940er Jahren von den Japanern speziell für den Hausgebrauch entworfen und sollte andere Küchenmesser als alleiniges Messer ersetzen. Mittlerweile gehören Santokus in Japan zu den beliebtesten japanischen Messerarten und erfreuen sich auch bei uns im Westen immer größerer Beliebtheit.

Santokumesser sind Allzweckmesser und im Grunde eine Mischung aus dem Gyuto (Fleisch), dem Nakiri (Gemüse) und dem Deba (Fisch).

Obwohl Santokumesser für alle Lebensmittel geeignet sind, liegt ihr Schwerpunkt auf dem Schneiden von Gemüse. Die dünne und hohe Klinge erzeugt beim Schneiden weniger Widerstand, weshalb gute Santokus selbst durch hartes Gemüse fast mühelos schneiden.

Auf einen Blick - Die besten Santokumesser im Test

santoku-messer-test-vergleich-beste-santokumesser

Für alle, die sich nicht alles durchlesen möchten:

  • Das Tojiro DP F-503 Santoku ist in meinem Test der Testsieger. Ausgesprochen scharf, sehr gute Schneideigenschaften und ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis. Es kann z.B. bei Amazon* oder im Messer Mojo Shop gekauft werden. Alternativ ist das Tojiro Basic Santoku (Shop) eine gleichwertige & preisgünstige Alternative.
  • Das Herder Santoku (Windmühlenmesser) ist auf einem guten zweiten Platz, mit einer leicht besseren Schneidfähigkeit und einem extrem guten Preis-Leistungsverhältnis. Das Robert Herder Windmühlen Santoku kann ebenfalls günstig bei Amazon* gekauft werden und für das Geld bekommt man nur wenig bessere Messer.
  • Das Global Santoku @Amazon* oder eBay* ist von der Schärfe & Schneidfähigkeit ähnlich zum Tojiro, allerdings ist der Griff gewöhnungsbedürftig. Dennoch ein sehr guter 3. Platz.
  • Das Victorinox Santoku ist das beste Budget Santoku. Es verfügt über die besten Schneideigenschaften der Santokus für unter 50 Euro. Wer nach einem preiswerten Budget Santoku sucht, kann mit dem Swiss Classic Santoku nicht viel falsch machen. Das Swiss Classic kann immer preiswert bei Amazon gekauft werden*.

Welche Santokus ich/wir getestet haben: (alphabetische Reihenfolge)

  • F. Dick Red Spirit Santoku
  • Global Santoku
  • KAI Wasabi Santoku
  • Miyabi 7000D Santoku
  • Robert Herder Santoku (Windmühlenmesser, Carbonstahl)
  • Tojiro DP F-503 Santoku
  • Shan Zu Santoku
  • Victorinox Swiss Classic Santoku
  • Wüsthof Classic Santoku

Worauf ich beim Testen geachtet habe

Santokumesser sind in erster Linie für Hobbyköche gedacht und sind besonders bei Frauen beliebt. Sie sollten über folgende Eigenschaften verfügen, die wichtig sind und die gute Santokumesser ausmachen:

  • Gute Schneidfähigkeit / Klingenstärke
  • Gute Schärfe ab Werk / im Neuzustand
  • Gute Handhabung / Leicht & Handlich
  • Nicht allzu teuer sein
  • Gute Schnitthaltigkeit & Schärfbarkeit

Schneidfähigkeit – Hochwertige Santokumesser bestechen vor allem durch ihre Schneidfreudigkeit. Je dünner eine Klinge, desto weniger Widerstand erzeugt sie beim Schneiden und desto einfacher gleitet sie durch die Lebensmittel. Daher habe ich beim Testen vor allem auf die Dicke der Klinge geachtet. Die besten Santokus haben eine Klingenstärke von 2mm oder weniger.

Schärfe – Ich habe die Schärfe der Messer im Neuzustand mit einem Schärfemessgerät gemessen und zusätzlich geschaut, ob sich die Schärfe auch beim Schneiden von Lebensmitteln in die Praxis überträgt.

Schliff – Ich habe mir den Schliff unter dem USB Mikroskop angeschaut. Interessanterweise konnte man bereits am Schliff erahnen, welche Santokus eher scharf sein werden und bei welchen Santokus der Schliff verbesserungsbedürftig ist.

Handhabung – Santokus sollten eher leicht & handlich sein und auch von zierlichen Menschen ohne Probleme genutzt werden können. Hier habe ich auf den Griff, Gewicht und die Balance geachtet, wie sich das Messer in der Hand anfühlt und für welche Handgrößen die Messer geeignet sein könnten.

Preis – Da sich Santokus in erster Linie an Hobbyköche richten und nur die wenigsten Hobbyköche mehr Geld für ein Messer ausgeben, habe ich maximal 150 Euro pro Messer ausgegeben.

Welche Lebensmittel ich geschnitten habe

santokumesser test vergleich kuechenmesser test erfahrungen

Der Schwerpunkt von Santokus liegt auf dem Schneiden von Gemüse. Bestimmte harte & „problematische“ Gemüsesorten offenbaren außerdem gnadenlos die Schwächen eines Messers. Daher habe ich mich für diesen Test fast ausschließlich auf das Schneiden von schwer zu schneidenden Gemüsesorten konzentriert, wie z.B.:

  • Karotten
  • Zucchini
  • Porree/Lauch
  • Süßkartoffeln
  • Kohlgemüse
  • Große Zwiebeln

Zudem habe ich die meisten Santokus auch mehrere Wochen lang getestet, um mir ein besseres Bild machen zu können.

Kurze Erklärung zur Schärfemessung

Ich habe die Schärfe der Messer mit einem professionellem Schärfemessegerät für Messer getestet, das wie folgt funktioniert:

  • Ein Faden wird in die Vorrichtung gespannt und mit dem Messer zerschnitten (Bild 1)
  • Dabei misst die eingebaute Waage den Druck, der beim Zerschneiden entsteht (Bild 2)
  • Je weniger Druck ausgeübt werden muss, desto besser, d.h.
  • Je niedriger der gemessene Wert, desto schärfer das Messer
  • Je höher der Wert, desto stumpfer das Messer
  • Ein Wert von unter 200 gilt als rasiermesserscharf
  • Die Schärfeskala geht von 0-2000 (Bild 3)

Platz 1: Tojiro (Fujiro) DP Santoku (F-503)

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Verglichen mit großen Marken wie KAI oder Miyabi ist der japanische Hersteller Tojiro (bzw. auch Fujiro genannt) ist relativ klein und vergleichsweise unbekannt, trotzdem gehört Tojiro zu den größten Messerherstellern Japans.

Tojiro hat sich vor allem unter Profis & Kennern einen Namen gemacht und gehört (international) zu einer der am häufigsten verwendeten Marken der Profis. Gleichzeitig eignen sich Tojiro Messer und vor allem die DP 3 Lagen Serie als sehr gute japanische Einsteigermesser.

Das Tojiro DP Santoku hat mich am meisten überzeugt und ist meiner Meinung nach insgesamt das beste von mir getestete Santoku. Die Out-of-the-Box Schärfe war nicht nur von allen getesteten Santokus am besten, sondern hatte von allen Santokus auch die besten Schneideigenschaften.

santokumesser-test-vergleich

Es ist durch weiche Lebensmittel geglitten und auch härteres Gemüse und Gemüsesorten mit einer hohen Dichte konnten mit dem Tojiro Santoku problemlos geschnitten werden.

Das einzige Manko was mir aufgefallen ist: Die Oberfläche des Griffs ist sehr glatt, sodass das Messer unter Umständen etwas leichter aus der Hand rutschen kann. Ansonsten liegt der moderne japanische Griff ausgesprochen gut in der Hand und es gibt nichts, was ich an diesem Messer sonst noch aussetzen könnte.

KriterienBewertung / 10
Schärfe (ab Werk)9,5
Schneidfähigkeit harte Lebensmittel8,5
Schneidfähigkeit weiche Lebensmittel10
Schnitthaltigkeit8,5
Preis-Leistung9
Verarbeitung/Qualität9
Handhabung/Griff9 (Handhabung gut, Griff könnte rutschfester sein)
Einfachheit Pflege8
Bewertung als Santoku (in der Preisklasse)9 / 10
Erhältlich z.B. bei Amazon*, in meinem Online Shop

Fazit

Das Tojiro Santoku ist unglaublich scharf, schneidfreudig und kommt einem echten japanischen Santoku am nächsten. Wer nach einem extrem guten, preiswerten & modernen japanischen Santoku sucht, dann ist das Tojiro DP Santoku vermutlich die beste Wahl. Es ist sehr gut als japanisches Einsteigermesser geeignet, für alle, die sich mit dem Thema Messern in Zukunft befassen wollen.

Für totale Anfänger & unerfahrene Nutzer würde ich es jedoch nicht empfehlen. Hier ist das Global Santoku vermutlich die bessere Wahl.

Das Tojiro DP F-503 Santoku ist z.B. bei Amazon* erhältlich. Seit neustem biete ich das Tojiro F-503 Santoku ebenfalls preiswert in meinem eigenen Online Shop an.

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Tipp

Wem das Tojiro F-503 Santoku zu teuer ist, dann ist das Tojiro Basic Santoku (F-316) eine sehr gute günstige Alternative. Es ist von der Schneidleistung quasi identisch mit dem von mir getesteten Tojiro F-503 Santoku, es ist lediglich einfacher verarbeitet und hat somit weniger Arbeitsschritte. Das Basic Santoku gibt es ebenfalls in unserem Shop.

Platz 2: Robert Herder Santoku Windmühlenmesser

herder

Ich besitze das Herder Santoku bereits seit vielen Jahren und ich bin ein absoluter Fan der Windmühlenmesser. Herder Messer sind aufgrund des Solinger Dünnschliffs und des Handschliffs einzigartig in Deutschland.

Die Klinge ist deutlich dünner ausgeschliffen, als bei anderen in Deutschland hergestellten Küchenmessern, weshalb Herder Windmühlenmesser besonders scharf & schneidfreudig sind.

Und auch in diesem Test war das Herder Santoku unter den besten von mir getesteten Messern. Das Herder Santoku hatte von allen getesteten Messern die beste Schneidfähigkeit, d.h. es gleitet selbst durch hartes & dichtes Gemüse relativ einfach.

Ansonsten ist es sehr leicht & handlich und hat eine unglaublich gute Schnitthaltigkeit. Wer sich gewissenhaft um das Messer kümmert, dann empfehle ich Carbonstahl, ansonsten ist das rostfreie Santoku aus Edelstahl ebenfalls sehr gut.

KriterienBewertung / 10
Schärfe9
Schneidfähigkeit harte Lebensmittel8,5
Schneidfähigkeit weiche Lebensmittel10
Schnitthaltigkeit8,5
Preis-Leistung8,5
Verarbeitung (Griff)6
Handhabung9
Pflege/Aufwandmittel – aufwendig (wg Holzgriff & Carbonstahl)
Bewertung als Santoku (in der Preisklasse)8,75 / 10
Erhältlich beiAmazon* (Carbonstahl), (Edelstahl) oder idealo*

Fazit

Für unter 100 Euro gibt es nur wenige bessere Messer. Wer einfach nur ein preisgünstiges und extrem gutes Santokumesser haben möchte und wem das Aussehen eines Messers egal ist oder wer rustikal aussehende Messer bevorzugt, dann ist das Windmühlenmesser von Robert Herder eine sehr gute Wahl.

Die Preis-Leistung ist unschlagbar und von der Schärfe & Schneidfähigkeit kann es locker mit deutlich teureren Messern mithalten.

Einzig die Verarbeitung könnte etwas besser/hochwertiger sein, mich hat es aber in all den Jahren der Benutzung nie gestört. Wer dennoch ein besser verarbeitetes Windmühlenmesser bevorzugt, der kann sich das Herder Lignum 3 @Amazon* kaufen.

Das Robert Herder Santoku ist derzeit leider nicht immer bei Amazon erhältlich*, allerdings gibt es bei idealo immer alle Santokus, sowohl aus Edelstahl, als auch aus Carbonstahl.

Platz 3: Global Santoku

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Global ist ein weiterer großer japanischer Messerhersteller, dessen Messer vor allem international sehr beliebt sind. Sie gehören ebenfalls zu den beliebtesten und am häufigsten verwendeten Messer Marken unter Profiköchen. Zu den bekanntesten Köchen die Global Messern nutzen, zählen beispielsweise Gordon Ramsay, Anthony Bourdain (†) oder auch Tim Raue & Frank Rosin.

Von der Schneidperformance ist das Global Santoku sehr ähnlich zum Tojiro und zum Herder Santoku. Es ist ausgesprochen scharf & schneidfreudig und mir hat das Schneiden mit diesem Messer ebenfalls extrem viel Spaß gemacht.

Von der Schärfe ist es einen Tick schlechter als das Tojiro und gleichauf mit dem Herder, von der Schneidfähigkeit ist es gleichauf mit dem Tojiro Santoku.

Ich habe es dennoch auf Platz 3 getan, weil der Griff etwas gewöhnungsbedürftig ist und laut meiner Recherche nicht Jeder mit dem Griff so gut zurechtkommt. Das Messer besteht aus einem Stück und der Griff ist relativ schmal, daher könnte das Messer für Männer mit sehr großen Händen unter Umständen zu klein sein.

Dennoch kommen Köche wie Gordon Ramsay, Frank Rosin und viele Profiköche mit dem Griff zurecht.

KriterienBewertung / 10
Schärfe (ab Werk)9
Schneidfähigkeit harte Lebensmittel9
Schneidfähigkeit weiche Lebensmittel10
Schnitthaltigkeit7
Preis-Leistung8
Verarbeitung/Qualität10
Handhabung/Griff8 (gut, Griff gewöhnungsbedürftig)
Einfachheit Pflege9
Bewertung als Santoku (in der Preisklasse)8 / 10
Erhältlich beiAmazon*

Fazit

Das Global Santoku kommt bei mir auf einen sehr guten 3. Platz, da die Schneidperformance ebenfalls außerordentlich gut ist und sehr ähnlich zum Tojiro und dem Herder. Die Schnitthaltigkeit wird nicht ganz so lang sein, wie beim Tojiro und beim Herder, dafür ist das Messer widerstandsfähiger und lässt sich einfacher schärfen.

Daher ist dieses Messer auch sehr gut für Anfänger und unerfahrene Nutzer geeignet. Bei Amazon gibt es das Global Santoku meist für etwas mehr als 100 Euro*.

Platz 4: Zwilling / Miyabi 7000D Santoku

miyabi santoku

Die Wurzeln des japanischen Messerherstellers Miyabi gehen bis in 14. Jahrhundert zurück. Damals hat Miyabi Samurai Schwerter produziert, später ist man auf die Herstellung von Messern umgestiegen. Miyabi gehört seit 2004 zur Zwilling Marke und stellt sogenannte Hybridmesser her, die den Spagat aus modernen japanischen und europäischen High-Tech Messern versuchen.

Das Miyabi 7000D Santoku schafft es in meinem Test auf einen guten 4. Platz. Es ebenfalls außerordentlich scharf, genau wie die ersten Plätze, allerdings ist die Schneidfähigkeit etwas schlechter. D.h. es ist zum Schneiden bestimmter Lebensmittel etwas mehr Kraft notwendig, als bei den ersten 3 Santokus.

Für ein Santokumesser ist es außerdem recht schwer. Meiner Meinung nach werden auch die meisten Frauen mit diesem Messer zurechtkommen, allerdings kann es für sehr zierliche Frauen zu schwer sein.

Es ist aufgrund des D-förmigen Griffs aber eher nur für Rechtshänder geeignet.

Die Verarbeitung ist außerordentlich gut und es ist mit der Damastoptik vermutlich das optisch ansprechendste Messer in diesem Test. Wer nach einem guten Santokumesser sucht, was optisch ebenfalls etwas hergibt, dann ist das Miyabi 7000D eine gute Wahl.

KriterienBewertung / 10
Schärfe (ab Werk)8,5
Schneidfähigkeit harte Lebensmittel7,5
Schneidfähigkeit weiche Lebensmittel9
Schnitthaltigkeit8,5
Preis-Leistung6,5
Verarbeitung/Qualität10
Handhabung/Griff8,5
Einfachheit Pflege9
Bewertung als Santoku (in der Preisklasse)7,75 / 10
Erhältlich beiAmazon*

Fazit

Das Miyabi 7000D ist aufgrund des Damastdesigns teurer als die anderen Santokus, die Damastoptik bietet allerdings keinen Vorteil beim Schneiden. Dadurch hat es keine so gute Preis-Leistung wie die anderen Santokus, ist aber insgesamt empfehlenswert.

Wer nach einem optisch ansprechenden Santoku mit Damastoptik sucht, dann ist das Miyabi 7000D eine gute Wahl. Meine Empfehlung wäre, bei diesem Messer auf ein Angebot zu warten. Für unter 150 Euro ist es dennoch absolut empfehlenswert.

Wer sich für das Myabi 7000D Santoku interessiert, dann gibt es ab und zu bei Amazon* sehr gute Angebote.

Tipp in eigener Sache

Ich biete in meinem Online Shop mittlerweile ein paar hochwertige japanische Damast Santokus mit ausgezeichnetem Preis-Leistungsverhältnis an, die es derzeit nicht in Deutschland gibt.

Platz 5: Victorinox Swiss Classic Santoku, Bestes Budget Santoku

victorinox swiss classic santoku messer test

Der schweizer Hersteller Victorinox ist vor allem durch seine Schweizer Taschenmesser bekannt, aber Victorinox stellt auch sehr gute Küchenmesser her. Vor allem das Victorinox Fibrox Kochmesser ist eines der besten Küchenmesser für unter 50 Euro. Daher war ich beim Victorinox Santoku besonders gespannt.

Das Victorinox Santoku Swiss Classic ist eines der günstigeren Santokus in diesem Test. Es kommt zwar von der Schärfe nicht an die ersten 4 Plätze heran, aber es ist auch nicht weit davon entfernt. Die Klinge des Victorinox Santokus ist recht dünn und es hat die besten Schneideigenschaften der Santokumesser für unter 50 Euro.

Außerdem ist es recht leicht & handlich und ebenfalls sehr gut für zierliche Frauen geeignet, die nach einem leichten Küchenmesser suchen.

KriterienBewertung / 10
Schärfe8
Schneidfähigkeit harte Lebensmittel8
Schneidfähigkeit weiche Lebensmittel9
Schnitthaltigkeit6,5
Preis-Leistung9,5
Verarbeitung/Qualität8
Handhabung/Griff9
Einfachheit Pflege10
Bewertung als Santoku (in der Preisklasse)8 / 10
Erhältlich beiAmazon*

Fazit

Wer nach einem preiswerten Budget Santoku sucht, dann ist das Swiss Classic Santoku die beste Wahl. Es hat keinen Schnickschnack, ist pflegeleicht und sehr gut für größere Haushalte geeignet, wo nicht jeder mit dem Messer optimal umgeht.

Das Victorinox Swiss Classic kostet bei Amazon meist für unter 50 Euro*. Der Kullenschliff ist übrigens nicht notwendig und wer ein paar Euro sparen möchte, dann ist das Victorinox Swiss Classic ohne Kullenschliff* meist ein paar Euro günstiger.

Platz 6: KAI Wasabi Santoku

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Die Marke KAI ist ebenfalls einer der größten & bekanntesten japanischen Messerhersteller und in Deutschland vor allem bekannt durch die Kooperation mit Tim Mälzer. Da ich noch auf der Suche nach einem preiswerten Santoku war, habe ich mir das KAI Wasabi Santoku gekauft. Die Wasabi Serie gehört zur Budget Serie von KAI.

Das KAI Wasabi Santoku ist kein schlechtes Santoku, allerdings merkt man den niedrigen Preis. Die Qualität des Plastikgriffs ist nicht sonderlich hochwertig und der Schliff könnte besser sein. Wie man unter dem Mikroskop sehen kann, ist der Schliff des Messers recht grob. Dadurch hakt das Messer beim Schneiden recht häufig.

Die Schneideigenschaften sind aber insgesamt ok, vor allem für den Preis.

Ansonsten ist es in allem irgendwie nur Durchschnitt und sticht nirgendwo wirklich heraus. Nicht wirklich schlecht, aber auch nicht wirklich gut. Daher ist es von der Platzierung auch nur im Mittelfeld.

KriterienBewertung / 10
Schärfe8,5
Schneidfähigkeit harte Lebensmittel7
Schneidfähigkeit weiche Lebensmittel8
Schnitthaltigkeit7
Preis-Leistung8
Verarbeitung/Qualität8 (Schliff etwas grob)
Handhabung/Griff8,5
Einfachheit Pflege10
Bewertung als Santoku (in der Preisklasse)8 / 10
Erhältlich beiAmazon*

Fazit

Das KAI Wasabi Santoku ist insgesamt kein schlechtes Santoku und für den Preis von rund 50 Euro ist es ganz gut. Für mich persönlich wäre die Schneidperformance (für ein Santoku) jedoch zu wenig und ich würde eher ein paar Euro drauflegen und mir beispielsweise das Herder Santoku kaufen oder das Victorinox Santoku.

Wer sich dennoch für das KAI Wasabi Santoku interessiert, dann ist dieses Messer bei Amazon für rund 50 Euro erhältlich*.

Platz 7: Wüsthof Classic Santoku

santoku

Die Firma Wüsthof gehört zu den größten Messerherstellern weltweit und deren Messer gehören zu den am häufigsten verwendeten Küchenmessern. Da ich Fan der Classic & Classic Ikon Kochmesser bin, war ich beim Classic Santoku ebenfalls sehr gespannt.

Das Wüsthof Classic Santoku hat aufgrund der dünneren Klinge insgesamt leicht bessere Schneideigenschaften als die Kochmesser von Wüsthof und von der Schärfe ist gleichauf mit den Kochmessern von Wüsthof.

Als Santoku hat es mich jedoch nicht überzeugen können, da Santokus schärfer und schneidfreudiger sein müssen. Es fühlt sich – genau wie das Red Spirit Santoku – wie ein europäisches Küchenmesser in Form eines Santokus an, ohne die Vorteile eines Santokus zu haben.

Viele härtere Gemüsesorten lassen sich verhältnismäßig schwer schneiden und man muss beim Schneiden deutlich mehr Druck ausüben, als bei den ersten Plätzen.

KriterienBewertung / 10
Schärfe7
Schneidfähigkeit harte Lebensmittel6
Schneidfähigkeit weiche Lebensmittel7
Schnitthaltigkeit6
Preis-Leistung6
Verarbeitung/Qualität9,5
Handhabung/Griff9,5
Einfachheit Pflege10
Bewertung als Santoku6 / 10
Erhältlich z.B. beiAmazon*

Fazit

Verglichen mit den von mir getesteten japanischen Santokus, ist das Wüsthof Classic Santoku (das Classic Ikon Santoku ist identisch) nicht scharf & schneidfreudig genug und meiner Meinung nach ist es zu wenig für ein wirklich gutes Santokumesser.

Wem europäische Kochmesser jedoch zu groß und zu schwer sind und wer nach einem alternativen, handlicheren Küchenmesser sucht, dann kann das Wüsthof Classic Santoku eine gute Wahl sein.

Daher kann das Classic Santoku vor allem für Frauen, die nach einem handlichen europäischen Küchenmesser suchen, eine gute Wahl sein. Das Wüsthof Classic Santoku ist beispielsweise bei Amazon erhältlich*.

Platz 8: F. Dick Red Spirit Santoku

red spirit santokumesser santoku test

F. Dick Messer gehören in Deutschland zu der am häufigsten verwendeten Marke unter Profis und F. Dick ist einer der wenigen großen deutschen Messerhersteller, der seinen Sitz nicht in Solingen hat. Das 1905 Kochmesser war in meinem Kochmesser Test das beste Kochmesser, weshalb ich beim Red Spirit Santoku sehr gespannt war.

Leider konnte das Red Spirit Santoku meine Erwartungen für ein Santoku – ähnlich wie Wüsthof – nicht erfüllen. Der Schliff war nicht ganz sauber und ich musste das Messer zuerst nachschleifen, weil ich dachte es sei stumpf. Aber auch nachdem ich es geschliffen habe, war ich mit der Schneidperformance unzufrieden.

Die Klinge ist nicht wirklich bissig und die Schneideigenschaften sind für ein Santoku unterdurchschnittlich. Zudem ist der Stahl recht anfällig gegenüber Flecken, was das Gesamtbild ebenfalls trübt.

KriterienBewertung / 10
Schärfe7
Schneidfähigkeit harte Lebensmittel5
Schneidfähigkeit weiche Lebensmittel8
Schnitthaltigkeit6,5
Preis-Leistung6
Verarbeitung/Qualität8
Handhabung/Griff9
Einfachheit Pflege7,5 (Klinge ist anfällig für Flecken, die nur schwer abgehen)
Bewertung als Santoku6 / 10
Günstig erhältlich beiAmazon*

Fazit

Obwohl ich Fan der Marke F. Dick bin und ich das 1905 Kochmesser oder den Dickoron Wetzstahl nur empfehlen kann, hat mich das Red Spirit Santoku als Santokumesser nicht überzeugt.

Für mich ist dieses Messer am ehesten als preiswertes Zweitmesser oder als Grillmesser in Ordnung, als scharfes & schneidfreudiges Santoku, welches selbst hartes Gemüse problemlos schneidet, allerdings nicht.

Platz 9: Shan Zu

shan-zu-santoku-messer-test

Da ich in meinen Tests auch beliebte preiswerte Messer teste, habe ich mich für diesen Test für das Shan Zu Santoku entschieden. Shan Zu ist einer der vielen chinesischen „No Name“ Hersteller, die vor allem auf Amazon sehr beliebt sind.

Erfreulich ist bei diesem Messer, dass die Verarbeitungsqualität und der Schliff sehr gut ist. Man merkt beim Schneiden, dass das Messer tatsächlich scharf ist.

ABER

Das Shan Zu ist – zusammen mit dem Red Spirit – das dickste Messer und hat die schlechtesten Schneideigenschaften. Zudem ist es recht schwer und zusätzlich noch recht klobig. Als Küchenmesser für den Hausgebrauch ist ist „ok“, mit japanischem Santoku hat es jedoch nicht mehr viel zutun.

KriterienBewertung / 10
Schärfe (ab Werk)8
Schneidfähigkeit harte Lebensmittel5,5
Schneidfähigkeit weiche Lebensmittel7
Schnitthaltigkeit6
Preis-Leistung5,5
Verarbeitung/Qualität9
Handhabung/Griff6
Einfachheit Pflege9
Bewertung als Santoku5 / 10
Erhältlich nur beiAmazon*

Fazit

Ich bin nicht sicher, weshalb das Shan Zu Santoku so beliebt ist, aber als Santokumesser kann ich es nicht empfehlen. Für einen ähnlichen Preis, würde ich das Victorinox Swiss Classic Santoku bevorzugen.

Für wen sind Santokus am besten geeignet?

  • Privathaushalte
  • Frauen
  • Alle, die handlichere & leichtere Messer bevorzugen
  • Kleinere Küchen mit weniger Platz
  • Gemüsebetonte Ernährung

Santokus sind in erster Linie für Privathaushalte gedacht. In professionellen Betrieben werden Kochmesser oder Gyutos deutlich häufiger verwendet.

Die kleineren, leichteren und handlicheren Santokus werden außerdem deutlich häufiger von Frauen bevorzugt. Aufgrund der kürzeren Klingen sind sie außerdem sehr gut für kleinere Küchen, mit wenig Platz geeignet.

Gute Santokus schneiden Gemüse deutlich besser, als beispielsweise Kochmesser. Wer mit normalen Messern häufig Probleme mit dem Schneiden von Gemüse hat, dann können Santokus (oder Nakiris) die bessere Alternative sein.

Zusammenfassung

Bei meinem Kochmesser Test gab es insgesamt nur geringe Unterschiede, bei diesem Santokumesser Test, waren die Unterschiede enorm. Santokus sind traditionelle japanische Messer, die sich vor allem durch Schärfe & Schneidfreudigkeit auszeichnen. Ich konnte bei meinem Test einen eindeutigen Trend erkennen.

Wer nach einem hochwertigem Santoku sucht, sollte eines von einem japanischen Hersteller kaufen und mindestens 100 Euro einberechnen. Deutsche Hersteller – mit Ausnahme von Herder – oder preiswerte Santokus, schwächeln in vielen Aspekten, die für Santokus wichtig sind.

  • Das Tojiro DP Santoku ist am besten für anspruchsvolle Hobbyköche geeignet und für alle, die nach dem ersten hochwertigen japanischen Messer (für Zuhause) suchen. Sehr gute Schneidperformance und eine ebenfalls sehr gute Preis-Leistung. Das F-503 Santoku kann bei Amazon* oder in meinem Messer Mojo Shop gekauft werden.
  • Das Global Santoku @Amazon* hat mich auch überzeugt und ist ebenfalls sehr gut für unerfahrene Nutzer & Anfänger geeignet.
  • Das Victorinox Swiss Classic @Amazon* ist das beste Budget Santoku und eines besten Santokus für unter 50 Euro.

Links mit dem * sind Affiliate Links, d.h. ich verdiene bei einem Kauf ggf. eine kleine Provision. Dies hilft mir auf Werbung zu verzichten, unabhängig zu bleiben und weitere Tests zu finanzieren. ♥

Dominic Groblewski
Dominic Groblewski

Seit über 15 Jahren leidenschaftlicher Hobbykoch, Messerliebhaber und der Autor hinter Messer Mojo. Zusätzlich biete ich hochwertige Messer & Zubehör in meinem Online Shop an.

6 Gedanken zu „Santokumesser Test – 9 Santoku Messer getestet & verglichen“

  1. Hallo Dominic,
    hab vielen Dank für Deinen Praxistest, der mir eine gute Orientierung gibt.

    Hast Du mal das Paul Wirths Suru VG-10 in Deinen Händen gehabt?

    Ich würde mich freuen, wenn Du mir zu dem Messer Deine Meinung mitteilen würdest.

    Antworten
    • Hi Tom,
      vielen Dank für dein Feedback.
      Ich hab von der Firma noch nie gehört und hatte das Messer auch noch nie in der Hand.
      Ich finde es bereits seltsam, dass der Hersteller keine eigene Webseite hat.
      Zum Messer selbst:
      Das Messer sieht wie ein typisches chinesisches Santoku aus, mit einem etwas hochwertigerem Griff. Es muss nicht schlecht sein, aber vermutlich wird es nicht sonderlich gut sein. Du zahlst bei Sandwich „Damastmessern“ in erster Linie für die Optik, d.h. bei so günstigen Messern ist der prozentuale Anteil den du für die Optik zahlst überdurchschnittlich hoch.

      Daher würde ich persönlich von so einem Messer abraten. In der Preisklasse bis 100-150 Euro würde ich vermutlich ein schlichtes Santoku (ohne Damast) aus Monostahl oder mit VG10 Stahlkern empfehlen und am besten von einem japanischen Hersteller oder von R. Herder (Windmühlenmesser).

      Gruß
      Dominic

      Antworten
  2. hallo, wenn auch verspätet quasi…

    ich hatte Deinen sehr guten Test schon vor über einem Jahr gelesen, er war einer der Berichte, die mich zu den WINDMÜHLENMESSERN KARBONSTAHL MIT
    D Ü N N S C H L I F F geführt haben – ein ganz anderes Schneiderlebnis: nach vielen Anfengerfehlern mit Pseudodamast-Klingen und rostfreien, „weich“ legierten Stählen, finde ich die Herder Windmühlenmesser in jeder Größe perfekt (ich brauche kein Hackmesser für Knochen, einen Kürbis schneide ich zunächst mit einem Brotmesser…). Das besondere ist die Kombination von Geometrie, Material und der sehr dünn ausgeschliffenen Klinge: andere Messer spalten wie Äxte, die hier schneiden.. ein FRiesenunterschied. Größter Nachteil: die immer weiter steigenden Preise… Zum Schleifen nehme ich einen japanischen Wasserstein 3000/8000 und Lederriemen mit Paste: ja, alle gröberen Steine tragen unnötig viel ab… und der Lederabzug macht einfach Spaß..

    PS. und ich sitze nur (leider ehr teure) Hinoki-Schneidbretter – super leicht und elegant, dabei weich und schonend für die spröden HRC 61 Klingen von Windmühlenmessern, die einzigen die noch blau gepliestet sind… bei Interesse mal googeln.

    viele Grüße, Tom

    Antworten
    • Hi Tom,
      freut mich, dass mein Test dir geholfen hat ein gutes Messer auszuwählen.
      Was Schärfe & Schneidfreudigkeit angeht, kommt in Deutschland nichts an Windmühlenmesser heran.
      Sobald du jedoch dein erstes hochwertiges japanisches Messer kaufst, ist das jedoch nochmal ein anderes Level an Schärfe & Schneidfreudigkeit.
      Die Herder Messer sind zwar dünn und dadurch schneidfreudig, haben aber keine wirkliche Klingengeometrie wie die Japaner. Das führt dann dazu, dass japanische Messer regelrecht durch das Schneidgut gleiten.

      Wenn du das Schneiderlebnis nochmal auf ein anderes Level heben möchtest, kann ich dir nur japanische Messer empfehlen.

      Gruß
      Dominic

      Antworten

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