Santokumesser Test – 9 Santoku Messer getestet & verglichen

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In diesem Test habe ich 9 Santokumesser ausführlich getestet & verglichen. Dabei habe ich verschiedene beliebte Santokus, von preiswert bis 150 Euro getestet. Welche Santokus dabei am besten abgeschnitten haben, welche Santokus eher nicht empfehlenswert sind und worauf Sie bei Santokus achten sollten, erfahren Sie in diesem Artikel.

Inhaltsverzeichnis

Santokus wurden in 1940er Jahren von den Japanern entworfen und wurden mit zunehmender Globalisierung auch bei uns im Westen immer beliebter. Santokumesser sind Allzweckmesser und im Grunde eine Mischung aus dem Gyuto (Fleisch), dem Nakiri (Gemüse) und dem Deba (Fisch). Santokus wurden speziell für den Heimgebrauch entwickelt und sollten die 3 oben genannten Messer als alleiniges Küchenmesser ersetzen.

Obwohl Santokumesser für alle Lebensmittel geeignet sind, liegt ihr Schwerpunkt auf dem Schneiden von Gemüse. Die dünne und hohe Klinge erzeugt beim Schneiden weniger Widerstand, weshalb gute Santokus selbst durch hartes Gemüse fast mühelos schneiden.

Welche Santokus ich/wir getestet haben: (alphabetische Reihenfolge)

  • F. Dick Red Spirit Santoku
  • Global Santoku
  • KAI Wasabi Santoku
  • Miyabi 7000D Santoku
  • Robert Herder Santoku (Windmühlenmesser, Carbonstahl)
  • Tojiro DP Santoku
  • Shan Zu Santoku
  • Victorinox Swiss Classic Santoku
  • Wüsthof Classic Santoku

Worauf ich beim Testen geachtet habe

Santokumesser sind in erster Linie für Hobbyköche gedacht. Sie sollten über folgende Eigenschaften verfügen, die wichtig sind und die gute Santokumesser ausmachen:

  • Gute Schneidfähigkeit/Klingenstärke
  • Hohe Schärfe
  • Gute Handhabung / Leicht & Handlich
  • Nicht allzu teuer sein
  • Gute Schnitthaltigkeit & Schärfbarkeit

Schneidfähigkeit – Santokumesser bestechen vor allem durch ihre Schärfe & Schneidfreudigkeit. Je dünner eine Klinge, desto weniger Widerstand erzeugt sie beim Schneiden und desto einfacher gleitet sie durch die Lebensmittel. Daher habe ich beim Testen vor allem auf die Dicke der Klinge geachtet. Die besten Santokus haben eine Klingenstärke von 2mm oder weniger.

Schärfe – Ich habe die Schärfe der Messer im Neuzustand mit einem Schärfemessgerät gemessen und zusätzlich geschaut, ob sich die Schärfe auch beim Schneiden von Lebensmitteln in die Praxis überträgt.

Schliff – Ich habe mir den Schliff unter dem USB Mikroskop angeschaut. Interessanterweise konnte man bereits am Schliff erahnen, welche Santokus eher scharf sein werden und bei welchen Santokus der Schliff verbesserungsbedürftig ist.

Handhabung – Santokus sollten eher leicht & handlich sein und auch von zierlichen Menschen ohne Probleme genutzt werden können. Hier habe ich auf den Griff, Gewicht und die Balance geachtet, wie sich das Messer in der Hand anfühlt und für welche Handgrößen die Messer geeignet sein könnten.

Preis – Da sich Santokus in erster Linie an Hobbyköche richten und nur die wenigsten Hobbyköche mehr Geld für ein Messer ausgeben, habe ich maximal 150 Euro pro Messer ausgegeben.

Welche Lebensmittel ich geschnitten habe

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Der Schwerpunkt von Santokus liegt auf dem Schneiden von Gemüse. Bestimmte harte & „problematische“ Gemüsesorten offenbaren außerdem gnadenlos die Schwächen eines Messers. Daher habe ich mich für diesen Test fast ausschließlich auf das Schneiden von schwer zu schneidenden Gemüsesorten konzentriert, wie z.B.:

  • Karotten
  • Zucchini
  • Porree/Lauch
  • Süßkartoffeln
  • Kohlgemüse
  • Große Zwiebeln

Logischerweise habe ich die meisten Santokus auch mehrere Wochen lang getestet, um mir ein besseres Bild machen zu können.

Kurze Erklärung zur Schärfemessung

Ich habe die Schärfe der Messer mit einem professionellem Schärfemessegerät für Messer getestet, das wie folgt funktioniert:

  • Ein Faden wird in die Vorrichtung gespannt und mit dem Messer zerschnitten (Bild 1)
  • Dabei misst die eingebaute Waage den Druck, der beim Zerschneiden entsteht (Bild 2)
  • Je weniger Druck ausgeübt werden muss, desto besser, d.h.
  • Je niedriger der gemessene Wert, desto schärfer das Messer
  • Je der Wert, desto stumpfer das Messer
  • Ein Wert von unter 200 gilt als rasiermesserscharf
  • Die Schärfeskala geht von 0-2000 (Bild 3)
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Bild 1
work sharp ken onion knife and tool sharpener test erfahrungen schaerfe 150
Bild 2
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Bild 3

Auf einen Blick

Für alle, die sich nicht alles durchlesen möchten:

  • Das Tojiro DP Santoku @Amazon ist in meinem Test der Testsieger. Ausgesprochen scharf, sehr gute Schneideigenschaften und ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis.
  • Das Herder Santoku @Amazon ist auf einem guten zweiten Platz, mit einer leicht besseren Schneidfähigkeit und einem extrem guten Preis-Leistungsverhältnis.
  • Das Global Santoku @Amazon oder eBay ist von der Schärfe & Schneidfähigkeit ähnlich zum Tojiro, allerdings ist der Griff gewöhnungsbedürftig. Dennoch ein sehr guter 3. Platz
  • Das Victorinox Santoku ist das beste Budget Santoku. Für unter 50 Euro @Amazon bekommt man ein sehr gutes & preiswertes Santokumesser.

Platz 1: Tojiro DP Santoku (F-503)

tojiro santoku

Der japanische Hersteller Tojiro ist relativ klein und vergleichsweise unbekannt, da er nicht viel Geld in Marketing oder Werbung steckt. Dennoch hat sich Tojiro unter Profis & Experten einen Namen gemacht und gehört (international) zu einer der am häufigsten verwendeten Marken der Profis. Gleichzeitig eignen sich Tojiro Messer und vor allem die DP Serie als sehr gute japanische Einsteigermesser.

Das Tojiro DP Santoku hat mich am meisten überzeugt und ist meiner Meinung nach insgesamt das beste von mir getestete Santoku. Es war nicht nur auf dem Papier am schärfsten, sondern hat sich von allen Santokus auch beim Schneiden am schärfsten angefühlt. Es ist durch weiche Lebensmittel geglitten und auch härteres Gemüse und Gemüsesorten mit einer hohen Dichte konnten mit dem Tojiro Santoku problemlos geschnitten werden.

Das einzige Manko was mir aufgefallen ist: Die Oberfläche des Griffs ist sehr glatt, sodass das Messer unter Umständen etwas leichter aus der Hand rutschen kann. Ansonsten liegt der moderne japanische Griff ausgesprochen gut in der Hand und es gibt nichts, was ich an diesem Messer sonst noch aussetzen könnte.

KriterienBewertung / 10
Schärfe9,5
Schneidfähigkeit harte Lebensmittel9
Schneidfähigkeit weiche Lebensmittel10
Schnitthaltigkeit9
Preis-Leistung9,5
Verarbeitung/Qualität9,5
Handhabung/Griff9 (Handhabung gut, Griff könnte rutschfester sein)
Einfachheit Pflege8
Bewertung als Santoku9,5 / 10
Erhältlich bei Amazon

Fazit

Das Tojiro Santoku ist unglaublich scharf, schneidfreudig und kommt einem kommt einem tradtionellem japanischen Santoku am nächsten. Wer nach einem extrem guten, preiswerten & modernen japanischen Santoku sucht, dann ist das Tojiro DP Santoku vermutlich die beste Wahl. Es ist sehr gut als japanisches Einsteigermesser geeignet, für alle, die sich mit dem Thema Messern in Zukunft befassen wollen.

Für totale Anfänger & unerfahrene Nutzer würde ich es jedoch nicht empfehlen. Hier ist das Global Santoku vermutlich die bessere Wahl.

Das Tojiro DP ist bei Amazon für etwas mehr als 100 Euro erhältlich.

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Tipp:

Wem das Tojiro F-503 Santoku zu teuer ist, dann ist das Tojiro Eco Santoku eine sehr gute günstige Alternative. Es ist von der Schneidleistung quasi identisch mit dem von mir getesteten Tojiro Santoku, es ist lediglich einfacher verarbeitet und hat somit weniger Arbeitsschritte. Es kostet bei Amazon ca. 60 Euro. Das verlinkte Messer ist jedoch nicht rostfrei.

Platz 2: Robert Herder Santoku Windmühlenmesser

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Ich besitze das Herder Santoku bereits seit vielen Jahren und ich bin ein absoluter Fan der Windmühlenmesser. Herder Messer sind aufgrund des Solinger Dünnschliffs und des Handschliffs einzigartig in Deutschland. Die Klinge ist deutlich dünner ausgeschliffen, als bei anderen in Deutschland hergestellten Küchenmessern, weshalb Herder Windmühlenmesser besonders scharf & schneidfreudig sind.

Und auch in diesem Test war das Herder Santoku unter den besten von mir getesteten Messern. Das Herder Santoku hatte von allen getesteten Messern die beste Schneidfähigkeit, d.h. es gleitet selbst durch hartes & dichtes Gemüse relativ einfach. Ansonsten ist es sehr leicht & handlich und hat eine unglaublich gute Schnitthaltigkeit. Wer sich gewissenhaft um das Messer kümmert, dann empfehle ich Carbonstahl, ansonsten ist das rostfreie Santoku aus Edelstahl ebenfalls sehr gut.

KriterienBewertung / 10
Schärfe9
Schneidfähigkeit harte Lebensmittel9,5
Schneidfähigkeit weiche Lebensmittel10
Schnitthaltigkeit9,5
Preis-Leistung10
Verarbeitung (Griff)6
Handhabung9,5
Pflege/Aufwandmittel – aufwendig (wg Holzgriff & Carbonstahl)
Bewertung als Santoku9,5 / 10
Erhältlich beiAmazon (Carbonstahl), (Edelstahl) oder idealo

Fazit

Ich sage es immer wieder, aber für unter 100 Euro gibt es nur wenige bessere Messer. Wer einfach nur ein preisgünstiges und extrem gutes Santokumesser haben möchte und wem das Aussehen eines Messers egal ist oder wer rustikal aussehende Messer bevorzugt, dann ist das Windmühlenmesser von Robert Herder eine sehr gute Wahl.

Die Preis-Leistung ist unschlagbar und von der Schärfe & Schneidfähigkeit kann es locker mit deutlich teureren Messern mithalten.

Einzig die Verarbeitung könnte etwas besser/hochwertiger sein, mich hat es aber in all den Jahren der Benutzung nie gestört. Wer dennoch ein besser verarbeitetes Windmühlenmesser bevorzugt, der kann sich das Herder Lignum 3 @Amazon kaufen.

Das Robert Herder Santoku ist derzeit leider nicht immer bei Amazon erhältlich, allerdings gibt es bei idealo immer alle Santokus, sowohl aus Edelstahl, als auch aus Carbonstahl.

Platz 3: Global Santoku

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Global ist ein weiterer großer japanischer Messerhersteller, dessen Messer vor allem international sehr beliebt sind. Sie gehören ebenfalls zu den beliebtesten und am häufigsten verwendeten Messer Marken unter Profiköchen. Zu den bekanntesten Köchen die Global Messern nutzen, zählen beispielsweise Gordon Ramsay, Anthony Bourdain (†) oder auch Tim Raue & Frank Rosin.

Von der Schneidperformance ist das Global Santoku sehr ähnlich zum Tojiro und zum Herder Santoku. Es ist ausgesprochen scharf & schneidfreudig und mir hat das Schneiden mit diesem Messer ebenfalls extrem viel Spaß gemacht. Von der Schärfe ist es einen Tick schlechter als das Tojiro und gleichauf mit dem Herder, von der Schneidfähigkeit ist es gleichauf mit dem Tojiro Santoku.

Ich habe es dennoch auf Platz 3 getan, weil der Griff etwas gewöhnungsbedürftig ist und vermutlich nicht Jeder mit dem Griff so gut zurechtkommt. Das Messer besteht aus einem Stück und der Griff ist relativ schmal, daher könnte das Messer für Männer mit sehr großen Händen unter Umständen zu klein sein. Dennoch kommen Köche wie Gordon Ramsay, Frank Rosin und viele Profiköche mit dem Griff zurecht.

KriterienBewertung / 10
Schärfe9
Schneidfähigkeit harte Lebensmittel9
Schneidfähigkeit weiche Lebensmittel10
Schnitthaltigkeit8,5
Preis-Leistung9
Verarbeitung/Qualität10
Handhabung/Griff8 (gut, Griff gewöhnungsbedürftig)
Einfachheit Pflege9
Bewertung als Santoku9 / 10
Erhältlich beiAmazon

Fazit

Das Global Santoku kommt bei mir auf einen sehr guten 3. Platz, da die Schneidperformance ebenfalls außerordentlich gut ist und sehr ähnlich zum Tojiro und dem Herder. Die Schnitthaltigkeit wird nicht ganz so lang sein, wie beim Tojiro und beim Herder, dafür ist das Messer widerstandsfähiger und lässt sich einfacher schärfen.

Daher ist dieses Messer auch sehr gut für Anfänger und unerfahrene Nutzer geeignet. Bei Amazon gibt es das Global Santoku meist für etwas mehr als 100 Euro.

Platz 4: Zwilling / Miyabi 7000D Santoku

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Die Wurzeln des japanischen Messerherstellers Miyabi gehen bis in 14. Jahrhundert zurück. Damals hat Miyabi Samurai Schwerter produziert, später ist man auf die Herstellung von Messern umgestiegen. Miyabi gehört seit 2004 zur Zwilling Marke und stellt sogenannte Hybridmesser her, die versuchen, die den Spagat aus modernen japanischen und europäischen High-Tech Messern versuchen.

Das Miyabi 7000D Santoku schafft es in meinem Test auf einen guten 4. Platz. Es ebenfalls außerordentlich scharf, genau wie die ersten Plätze, allerdings ist die Schneidfähigkeit etwas schlechter. D.h. es ist zum Schneiden bestimmter Lebensmittel etwas mehr Kraft notwendig, als bei den ersten 3 Santokus.

Für ein Santokumesser ist es außerdem recht schwer. Meiner Meinung nach werden auch die meisten Frauen mit diesem Messer zurechtkommen, allerdings kann es für sehr zierliche Frauen zu schwer sein.

Es ist aufgrund des D-förmigen Griffs aber eher für Rechtshänder geeignet.

Die Verarbeitung ist außerordentlich gut und es ist mit der Damastoptik vermutlich das optisch ansprechendste Messer in diesem Test. Wer nach einem guten Santokumesser sucht, was optisch ebenfalls etwas hergibt, dann ist das Miyabi 7000D eine gute Wahl.

KriterienBewertung / 10
Schärfe9
Schneidfähigkeit harte Lebensmittel8,5
Schneidfähigkeit weiche Lebensmittel9
Schnitthaltigkeit8,5
Preis-Leistung7
Verarbeitung/Qualität10
Handhabung/Griff9
Einfachheit Pflege9
Bewertung als Santoku8,5 / 10
Erhältlich beiAmazon

Fazit

Das Miyabi 7000D ist aufgrund des Damastdesigns teurer als die anderen Santokus, die Damastoptik bietet allerdings keinen Vorteil beim Schneiden. Dadurch hat es keine so gute Preis-Leistung wie die anderen Santokus, ist aber insgesamt empfehlenswert.

Wer nach einem optisch ansprechendem Santoku mit Damastoptik sucht, dann ist das Miyabi 7000D eine gute Wahl. Meine Empfehlung wäre, bei diesem Messer auf ein Angebot zu warten. Der reguläre Preis ist meist um die 150-160 Euro und das Messer gibt es z.B. bei Amazon.

Platz 5: Victorinox Swiss Classic Santoku - Bestes Budget Santoku

victorinox swiss classic santoku messer test

Der schweizer Hersteller Victorinox ist vor allem durch seine Schweizer Taschenmesser bekannt, aber Victorinox stellt auch sehr gute Küchenmesser her. Vor allem das Victorinox Fibrox Kochmesser ist eines der besten Küchenmesser für unter 50 Euro. Daher war ich beim Victorinox Santoku besonders gespannt.

Das Victorinox Santoku Swiss Classic ist eines der günstigeren Santokus in diesem Test. Es kommt zwar von der Schärfe nicht an die ersten 4 Plätze heran, aber es ist auch nicht weit davon entfernt. Die Klinge des Victorinox Santokus ist recht dünn und es hat die besten Schneideigenschaften der Messer für unter 50 Euro.

Außerdem ist es recht leicht & handlich und ebenfalls sehr gut für zierliche Frauen geeignet, die nach einem leichten Küchenmesser suchen.

KriterienBewertung / 10
Schärfe8
Schneidfähigkeit harte Lebensmittel8
Schneidfähigkeit weiche Lebensmittel9
Schnitthaltigkeit7,5
Preis-Leistung9,5
Verarbeitung/Qualität9
Handhabung/Griff10
Einfachheit Pflege10
Bewertung als Santoku8 / 10
Erhältlich beiAmazon

Fazit

Wer nach einem preiswerten Budget Santoku sucht, dann ist das Swiss Classic Santoku die beste Wahl. Es hat keinen Schnickschnack, ist pflegeleicht und sehr gut für größere Haushalte geeignet, wo nicht jeder mit dem Messer optimal umgeht.

Das Victorinox Swiss Classic kostet bei Amazon meist um die 40 Euro. Der Kullenschliff ist übrigens nicht notwendig und wer ein paar Euro sparen möchte, dann ist das Victorinox Swiss Classic ohne Kullenschliff immer ein paar Euro günstiger.

Platz 6: KAI Wasabi Santoku

kai wasabi santoku messer kuechenmesser test

Die Marke KAI ist ebenfalls einer der größten & bekanntesten japanischen Messerhersteller und in Deutschland vor allem bekannt durch die Kooperation mit Tim Mälzer. Da ich noch auf der Suche nach einem preiswerten Santoku war, habe ich mir das KAI Wasabi Santoku gekauft. Die Wasabi Serie gehört zur Budget Serie von KAI.

Das Kai Wasabi Santoku ist kein schlechtes Santoku, allerdings merkt man den niedrigen Preis. Die Qualität des Plastikgriffs ist nicht sonderlich hochwertig und der Schliff könnte besser sein. Dadurch hakt das Messer beim Schneiden recht häufig.

Die Schneideigenschaften sind aber insgesamt ok, vor allem für den Preis.

KriterienBewertung / 10
Schärfe8,5
Schneidfähigkeit harte Lebensmittel7,5
Schneidfähigkeit weiche Lebensmittel9
Schnitthaltigkeit7,5
Preis-Leistung8,5
Verarbeitung/Qualität8 (Schliff etwas unsauber)
Handhabung/Griff9
Einfachheit Pflege10
Bewertung als Santoku7,75 / 10
Erhältlich beiAmazon

Fazit

Das KAI Wasabi Santoku ist insgesamt kein schlechtes Santoku und für den Preis von rund 50 Euro ist es ganz gut. Für mich persönlich wäre die Schneidperformance (für ein Santoku) jedoch zu wenig und ich würde eher ein paar Euro drauflegen und mir beispielsweise das Herder Santoku kaufen.

Wer sich dennoch für das KAI Wasabi Santoku interessiert, dann ist dieses Messer bei Amazon für rund 50 Euro erhältlich.

Platz 7: Wüsthof Classic Santoku

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Die Firma Wüsthof gehört zu den größten Messerherstellern weltweit und deren Messer gehören zu den am häufigsten verwendeten Küchenmessern. Da ich Fan der Classic & Classic Ikon Kochmesser bin, war ich beim Classic Santoku ebenfalls sehr gespannt.

Das Wüsthof Classic Santoku hat aufgrund der dünneren Klinge insgesamt leicht bessere Schneideigenschaften als die Kochmesser und von der Schärfe ist gleichauf mit den Kochmessern von Wüsthof.

Als Santoku hat es mich jedoch nicht überzeugen können, da Santokus schärfer und schneidfreudiger sein müssen. Es fühlt sich – genau wie das Red Spirit Santoku – wie ein europäisches Küchenmesser in Form eines Santokus an, ohne die Vorteile eines Santokus zu haben.

KriterienBewertung / 10
Schärfe8 (werde es weiter testen)
Schneidfähigkeit harte Lebensmittel7
Schneidfähigkeit weiche Lebensmittel8,5
Schnitthaltigkeit7,5
Preis-Leistung7,5
Verarbeitung/Qualität9,5
Handhabung/Griff9,5
Einfachheit Pflege10
Bewertung als Santoku7,25 / 10
Erhältlich z.B. beiAmazon

Fazit

Verglichen mit den von mir getesteten japanischen Santokus, ist das Wüsthof Classic Santoku (das Classic Ikon Santoku ist identisch) nicht scharf & schneidfreudig genug und meiner Meinung nach ist es zu wenig für ein wirklich gutes Santokumesser.

Wem europäische Kochmesser jedoch zu groß und zu schwer sind und wer nach einem alternativen, handlicheren Küchenmesser sucht, dann kann das Wüsthof Classic Santoku eine gute Wahl sein.

Daher kann das Classic Santoku vor allem für Frauen, die nach einem handlichen europäischen Küchenmesser suchen, eine gute Wahl sein. Das Wüsthof Classic Santoku ist beispielsweise bei Amazon erhältlich.

Platz 8: F. Dick Red Spirit Santoku

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F. Dick Messer gehören in Deutschland zu der am häufigsten verwendeten Marke unter Profis und F. Dick ist einer der wenigen großen deutschen Messerhersteller, der seinen Sitz nicht in Solingen hat. Das 1905 Kochmesser war in meinem Kochmesser Test das beste Kochmesser, weshalb ich beim Red Spirit Santoku sehr gespannt war.

Leider konnte das Red Spirit Santoku meine Erwartungen für ein Santoku – ähnlich wie Wüsthof – nicht erfüllen. Der Schliff war nicht ganz sauber und ich habe das Messer zuerst geschliffen, weil ich dachte es sei stumpf. Aber auch nachdem ich es geschliffen habe, war ich mit der Schneidperformance unzufrieden.

Zudem ist der Stahl recht anfällig gegenüber Flecken, was das Gesamtbild ebenfalls trübt.

KriterienBewertung / 10
Schärfe7,5 (sehr gute Alltagsschärfe)
Schneidfähigkeit harte Lebensmittel6
Schneidfähigkeit weiche Lebensmittel8
Schnitthaltigkeit6,5
Preis-Leistung7
Verarbeitung/Qualität8
Handhabung/Griff9
Einfachheit Pflege7,5 (Stahl ist anfällig gegenüber Flecken, die nur schwer abgehen)
Bewertung als Santoku7 / 10
Günstig erhältlich beiAmazon

Fazit

Obwohl ich Fan der Marke F. Dick bin und ich das 1905 Kochmesser oder den Dickoron Wetzstahl nur empfehlen kann, hat mich das Red Spirit Santoku als Santokumesser nicht überzeugt. Für mich ist dieses Messer am ehesten als preiswertes Zweitmesser oder als Grillmesser in Ordnung, als scharfes & schneidfreudiges Santoku, welches selbst hartes Gemüse problemlos schneidet, allerdings nicht.

Platz 9: Shan Zu

shan zu santoku messer test

Da ich in meinen Tests auch beliebte preiswerte Messer teste, habe ich mich für diesen Test für das Shan Zu Santoku entschieden. Shan Zu ist einer der vielen chinesischen „No Name“ Hersteller, die vor allem auf Amazon sehr beliebt sind.

Erfreulich ist bei diesem Messer, dass die Verarbeitungsqualität und der Schliff sehr gut ist. Man merkt beim Schneiden, dass das Messer tatsächlich scharf ist.

ABER

Das Shan Zu ist – zusammen mit dem Red Spirit – das dickste Messer und hat die schlechtesten Schneideigenschaften. Zudem ist es recht schwer und zusätzlich noch recht klobig. Als Küchenmesser für den Hausgebrauch ist ist „ok“, mit japanischem Santoku hat es jedoch nicht mehr viel zutun.

KriterienBewertung / 10
Schärfe8
Schneidfähigkeit harte Lebensmittel5,5
Schneidfähigkeit weiche Lebensmittel8
Schnitthaltigkeit6,5
Preis-Leistung6
Verarbeitung/Qualität9
Handhabung/Griff6
Einfachheit Pflege9
Bewertung als Santoku6 / 10
Erhältlich nur beiAmazon

Fazit

Ich bin nicht sicher, weshalb das Shan Zu Santoku so beliebt ist, aber als Santokumesser kann ich es nicht empfehlen. Für einen ähnlichen Preis, würde ich das Victorinox Swiss Classic Santoku bevorzugen.

Zusammenfassung

Bei meinem Kochmesser Test gab es insgesamt nur geringe Unterschiede, bei diesem Santokumesser Test, waren die Unterschiede enorm. Santokus sind traditionelle japanische Messer, die sich vor allem durch Schärfe & Schneidfreudigkeit auszeichnen. Ich konnte bei meinem Test einen eindeutigen Trend erkennen.

Wer nach einem hochwertigem Santoku sucht, sollte eines von einem japanischen Hersteller kaufen und mindestens 100 Euro einberechnen. Deutsche Hersteller – mit Ausnahme von Herder – oder preiswerte Santokus, schwächeln in vielen Aspekten, die für Santokus wichtig sind.

  • Das Tojiro DP Santoku kostet bei Amazon etwas mehr als 100 Euro, hat eine ausgezeichnete Preis-Leistung und ist für anspruchsvolle Hobbyköche besonders empfehlenswert.
  • Wer nach dem besten Preis-Leistungs Santoku sucht, kann ich das Robert Herder Windmühlenmesser @idealo nur empfehlen.
  • Das Global Santoku @Amazon hat mich auch überzeugt und ist ebenfalls sehr gut für unerfahrene Nutzer & Anfänger geeignet.
  • Das Victorinox Swiss Classic @Amazon ist das beste Budget Santoku und eines besten Santokus für unter 50 Euro.
Dominic

Dominic

Seit über 15 Jahren leidenschaftlicher Hobbykoch, Messerliebhaber und der Autor hinter Messer Mojo.

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