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Welches Holz eignet sich am besten für Schneidebretter? Alle Infos

Holz eignet sich hervorragend für Schneidebretter, weil es antibakteriell und widerstandsfähig ist. Da Holz ein Naturprodukt ist, besitzt es unterschiedliche Eigenschaften, die mal besser und mal schlechter für Schneidebretter geeignet sind. In diesem Artikel erkläre ich, welche Holzsorten besonders gut für Schneidebretter geeignet sind, welche Unterschiede die jeweiligen Holzsorten besitzen und liste die jeweiligen Vor- und Nachteile auf.

Schneidebretter können aus allen möglichen Materialien hergestellt werden, wie ich in diesem Artikel geschrieben habe. Dort erkläre ich außerdem, worauf sie beim Kauf eines Schneidebretts außerdem achten sollten (Größe, Gewicht etc.).

Ich persönlich bevorzuge Holz, da es widerstandsfähig, antibakteriell und es einfach angenehm zum Arbeiten ist.

Außerdem halten hochwertige Holz-Schneidebretter bei der richtigen Pflege, genau wie hochwertige Messer ein Leben lang.

Wer wissen will, wie man Schneidebretter richtig pflegt, kann sich diesen Artikel durchlesen. Dort erkläre ich alles was bei der Pflege von Holz-Schneidebrettern wichtig ist. In meinem zweiten Artikel habe ich eine Schritt für Schritt Anleitung erstellt, wie ich mein Schneidebrett abgeschliffen und geölt habe.

Welches Holz eignet sich am besten?

Holz muss gewisse Eigenschaften aufweisen, damit es für Schneidebretter geeignet ist. Dabei kommt es vor allem auf die Härte und die Porosität des Holzes an und auch ob es als Längsholz oder Stirnholz angeordnet ist. Insgesamt eignen sich Harthölzer wie Kirschholz, Eiche, Nussbaum, Ahorn, Buche und Teakholz am besten, da sie viele Vorteile aufweisen, die für Schneidebretter wichtig sind. Zudem sind sie relativ pflegeleicht und auch sehr schick.

Wichtige Eigenschaften für Holzschneidebretter

Holz sollte bestimmte Eigenschaften aufweisen, damit es als Material für Schneidebretter geeignet ist. Dazu zählt die Härte, so wie die Porosität des Holzes:

Härte

Das Holz darf nicht zu hart und auch nicht zu weich sein. Ist es zu hart, werden die Messer die darauf schneiden zu schnell stumpf. Ist das Holz zu weich, ist es zu anfällig für Schnittspuren und andere äußere Einwirkungen. Die Härte des Holzes wird in Janka gemessen. Auf einer Skala von 100 bis 4500, liegen für Schneidebretter geeignete Hölzer in der Regel zwischen 900-1500 Janka.

Porosität

Die Porosität, also die Beschaffenheit des Holzes, ist ein weiterer wichtiger Faktor bei Holzschneidebrettern. So kann eine Holzsorte zwar die richtige Härte besitzen, eignet sich aufgrund der offenen Poren nicht sehr gut als Schneidebrett, da Hölzer mit offenen Poren zu aufnahmefähig sind und somit Flüssigkeiten leicht absorbieren. Eine geringe Aufnahmefähigkeit ist besonders bei Schneidebrettern aus Hirnholz wichtig.

Man kann anhand der amerikanischen und europäischen Eiche sehe, welche Auswirkung die Porosität hat. Beides sind Harthölzer mit einer ähnlichen Härte.

Die amerikanische Roteiche ist allerdings sehr porös und eignet sich deshalb nicht sehr gut als Holz für Schneidebretter. Die europäische Eiche, besitzt sehr feine Poren und eignet sich daher viel besser als Material für Schneidebretter.

Toxizität

Wer Schneidebretter kauft muss sich in der Regel keine Gedanken um die Toxizität des Holzes machen, da Hersteller nur geeignetes Holz verwenden.

Wer allerdings Bastler ist und Schneidebretter selber herstellt, sollte auf die Wahl des richtigen Holzes achten. Besonders exotische Hölzer können bei der Herstellung, als auch bei regelmäßiger Verwendung des Schneidebrettes toxisch sein und auf lange Sicht zu Problemen führen.

Als Grundregel können sie sich merken:

Nur Holz von Bäumen mit essbaren Früchten/Nüssen verwenden.

Längsholz und Stirnholz

Holz ist nicht gleich Holz. Selbst zwei Schneidebretter aus dem selben Holz bestehen, aber unterschiedlich geschnitten wurden, weisen sie unterschiedliche Eigenschaften auf. Wer mehr über die Eigenschaften und Unterschiede von Längsholz und Stirnholz erfahren will, der kann sich diesen ausführlichen Artikel dazu durchlesen.

Häufig verwendete Holzsorten

Die folgenden Holzsorten erfüllen diese Kriterien größtenteils und werden daher häufig für Schneidebretter verwendet:

  • Kirschholz
  • Eiche
  • Nussbaum (Walnuss)
  • Ahorn
  • Buche
  • Birke
  • Teakholz
  • Bambus
  • Hinoki

Harthölzer

Harthölzer werden am häufigsten für Schneidebretter verwendet, da sie sehr Schnittfest sind und gleichzeitig die Klinge schonen. Allerdings ist nicht jedes Hartholz geeignet.

Weichhölzer werden in der Regel nicht als Material für Schneidebretter verwendet, da sie, wie der Name schon sagt, sehr weich sind und nach kurzer Zeit Schnittspuren entwickeln. In diesen Schnittspuren sammeln sich dann Feuchtigkeit und Bakterien, sodass Schneidebretter aus Weichholz schnell unhygienisch werden.

Zu den häufig verwendeten Harthölzern zählen Kirsche, Eiche, Nussbaum, Birke, Buche und Ahorn. Ist das Schneidebrett aus einem oder mehrerer dieser Harthölzer gemacht, hat man auf jeden Fall schon mal ein gutes Schneidebrett.

Ahorn

Der Ahornbaum zählt zu den beliebtesten Holzsorten für Schneidebretter. Ahorn ist einerseits sehr widerstandfähig, andererseits ist der Ahornbaum in unseren Breitengraden sehr verbreitet weshalb das relativ günstig ist. Das Ahornholz ist relativ massiv und gibt dem Schneidebrett die nötige Schwere, damit es beim Schneiden nicht hin und her rutscht.

Es ist ziemlich resistent gegen Schnittspuren, aber dennoch klingenschonend. Aufgrund der feinen Poren, besitzt es außerdem sehr gute antibakterielle Eigenschaften. 

Eigenschaften von Ahornholz
  • Härtegrad von ca. 1350 Janka
  • wird sehr häufig für Schneidebretter verwendet
  • sehr gute antibakterielle Eigenschaften
  • sehr massiv, gibt dem Schneidebrett das nötige Gewicht

Kirsche

Kirschholz eignet sich als alleiniges Material nicht so gut für Schneidebretter, da es relativ weich ist und somit schneller Schnittspuren entwickelt. Als Mischung von zwei oder mehreren Holzsorten, wie es beispielsweise häufig bei Hirnholz Schneidebrettern häufig gemacht wird, ist Kirschholz sehr gut geeignet, da es dem Schneidebrett mit seiner Farbe das gewisse etwas verpasst.

Eigenschaften von Kirschholz
  • Härtegrad von ca. 995 Janka (relativ weich)
  • sehr schöne Farbe
  • entwickelt etwas leichter Schnittspuren als die anderen Hölzer 

Nussbaum (Walnuss)

Das dunkle Holz des Nussbaumes lässt Möbel und Schneidebretter besonders edel aussehen. Für mich persönlich zählt Nussbaum zu den schönsten Hölzern für Schneidebretter. Das schönste Holz nützt nichts, wenn das Holz am Ende keine geeigneten Eigenschaften für Schneidebretter besitzt.

Glücklicherweise ist dies beim Nussbaum nicht der Fall. Nussbaumholz ist sehr fest und liegt bei der Härte zwischen Ahorn und Kirsche, d.h. es ist nicht zu weich und nicht zu hart. Außerdem ist Nussbaum sehr schonend zur Messerklinge, weshalb die Messer nicht so schnell stumpf werden, wie beispielsweise bei manch anderen Hölzern.

Das Walnussholz außerdem sehr dunkel ist, verfärbt es nicht so sehr wie helle Holzsorten.

Eigenschaften von Nussbaumholz
  • Härtegrad von ca. 1100 Janka (sehr gute mittlere Härte)
  • sieht sehr edel aus
  • zählt aufgrund seiner Eigenschaften zu den beliebtesten Hölzern
  • Verfärbungen kaum zu sehen
  • ebenfalls sehr schonend zur Klinge

Falls sie sich für Nussbaum interessieren, können sie auf Amazon nach einem geeigneten Schneidebrett suchen.

Eiche (europäisch)

Wie schon erwähnt, sind von den verschiedenen Eicharten nicht alle für das Schneidebrettmaterial geeignet. Im Gegensatz zu den USA, wird bei uns aber glücklicherweise nur die heimische Eiche für Schneidebretter verwendet, weshalb bei uns eine spezielle Kennzeichnung für europäische Eiche nicht nötig ist.

D.h. also, wenn in Deutschland oder im europäischen Raum Schneidebretter aus Eiche verkauft werden, dann sind sie praktisch immer aus europäischer Eiche hergestellt.

Eiche ist sehr fest, robust und relativ pflegeleicht. Es besitzt eine gleichmäßige Maserung, die von vielen Menschen geschätzt wird. Zudem ist es sehr witterungsbeständig, weshalb sich Eiche sehr gut als Holzart für Schneidebretter eignet.

Eigenschaften von Nussbaumholz
  • Härtegrad von ca. 1360 Janka
  • pflegeleicht & robust
  • schöne Maserung

Ich kann auf Amazon beispielsweise dieses Stirnholz Schneidebrett aus Eiche empfehlen. Es mag anfangs recht teuer erscheinen, dafür hält es wie ein gutes Messer ein Leben lang.

Buche

Buchenholz ist ein weiteres sehr beliebtes Holz für Schneidebretter. Buche gehört mit 1300 Janka ebenfalls zu den härteren Holzsorten. Es ist sehr hell und besitzt eine sehr feine Maserung. Buchenholz ist sehr gut als Material für Schneidebretter geeignet, da es sehr fest und feinporig ist. Aufgrund der Feinporigkeit ist Buchenholz weder anfällig für Schnittspuren, noch für Verfärbungen, obwohl Buche sehr hell ist.

Anzumerken wäre noch, dass die oben genannten Eigenschaften hauptsächlich auf helles Buchenholz zutreffen. Dunkle und pinkbraune Buche ist zwar günstiger, verfärbt aber leichter und zieht sich bei Nässe mehr zusammen. Daher sollte helle Buche vorgezogen werden, wenn möglich.

Allerdings besitzt Buchenholz auch einen Nachteil. Es ist relativ pflegeintensiv. Daher sollte man bei Buchenholz besonders darauf achten, dass es regelmäßig eingeölt wird, damit es nicht verzieht.

Eigenschaften von Buchenholz
  • Härtegrad von ca. 1300 Janka
  • gute Resistenz gegen Schnittspuren und Verfärbungen (gilt nur für helle Buche)
  • benötigt regelmäßige Pflege

Weitere Holzsorten

Teak

Schneidebretter aus Teakholz sind derzeit sehr im Trend. Das hat hauptsächlich damit zu tun, dass Teakholz sehr widerstandsfähig und pflegeleicht ist. Da der Teakbaum in den Tropen wächst, besitzt er einen hohen Anteil an natürlichen Ölen. Diese Öle schützen das Holz vor der Austrocknung und verhindern, dass es bei Feuchtigkeit verzieht. Zudem nimmt Teakholz kaum Feuchtigkeit auf, was ebenfalls die Verformung des Holzes verhindert.

Daher ist Teakholz ideal für Menschen geeignet, die sehr wenig Zeit in die Pflege des Schneidebretts investieren und es auch mal über mehrere Monate nicht einölen wollen.

Auch wenn Teakholz sehr pflegeleicht ist, besitzt es auch negative Eigenschaften. Obwohl es relativ weich ist, besitzt Teakholz einen recht hohen Gehalt an Silikat. Silikat ist sehr hart und führt dazu, dass Messer dadurch etwas schneller stumpf werden.

Es ist kein großer Nachteil, aber ich wollte es dennoch erwähnt haben. Am Ende ist es eine individuelle Entscheidung. Wer einfach ein pflegeleichtes Schneidebrett haben will, ohne sich großartig um die Pflege zu kümmern, der sollte auf jeden Fall zu Teakholz greifen.

Wer sein Schneidebrett regelmäßig pflegt und Wert auf eine optimale Performance und eine lange Schnitthaltigkeit der Messer legt, der sollte zu einem der oben genannten Harthölzer greifen.

Eigenschaften von Teakholz
  • Härtegrad von ca. 1100 Janka (relativ weich)
  • aufgrund der im Holz vorkommenden Silikate nicht so klingenschonend, wie die obigen Hölzer
  • dafür sehr pflegeleicht und unempfindlich gegen Feuchtigkeit
  • kommt auch mehrere Monate ohne einölen aus

Wer ein massives Schneidebrett aus Teakholz sucht, dem kann ich dieses Schneidebrett von Amazon empfehlen. Wer nach einem kleineren und günstigeren Schneidebrett sucht, dem kann ich auf Amazon dieses Schneidebrett empfehlen

Bambus

Bambus ist im eigentlichen Sinne kein Holz, sondern ein Gras. Von allen genannten Holzsorten, ist Bambusholz am ungeeignetsten für Schneidebretter. Dies hat mehrere Gründe:

Bambus enthält genau wie Teakholz, einen relativ hohen Anteil an Silikat, weshalb Messer bei regelmäßigem Schneiden auf Bambusholz relativ schnell stumpf werden. Hinzu kommt, das Bambus zu den Gräsern gehört. Zur Herstellung von Bambus Schneidebrettern wird relativ viel Kleber benötigt, damit die Bambusfasern zusammenhalten.

Der hohe Anteil an Kleber sorgt ebenfalls dafür, dass die Messer die darauf schneiden schneller stumpf werden.

Des Weiteren wird für Bambus Schneidebretter häufig sehr billiger Kleber verwendet. Im Gegensatz zu hochwertigem wasserfestem Kleber, wird der Billigkleber mit der Zeit weggewaschen, sodass ein Bambus Schneidebrett eine geringere Haltbarkeit besitzt und sich das Holz irgendwann verzieht oder Risse entstehen.

Es kann außerdem möglich sein, dass der verwendete (Billig)Kleber Inhaltsstoffe besitzt, die nicht lebensmittelecht sind und deshalb eine potentielle Gefahr darstellen können. Ich erwähne es deshalb, weil Bambus Schneidebretter häufig im asiatischen Raum hergestellt werden und die Gesetze dort nicht so streng sind wie bei uns.

Zwei Vorteile haben Schneidebretter aus Bambus allerdings:

Sie sind erstens relativ günstig. Wer ein sehr begrenztes Budget hat, für den können Schneidebretter aus Bambus dennoch eine Option sein. Zweitens eignen sie sich ganz gut als Hackblöcke. Bei Hackblöcken kann das Material auch mal härter sein, da man darauf nicht mit scharfen Messern schneidet.

Allen anderen empfehle ich: Wer seine Messer nicht ständig nachschärfen und lange etwas von seinem Schneidebrett haben will, der sollte definitiv zu einem der anderen genannten Materialien greifen.

Eigenschaften von Bambusholz
  • Härtegrad von ca. 1400 Janka (relativ hart)
  • macht Messer schnell stumpf
  • geringere Haltbarkeit im Vergleich zu den anderen Hölzern
  • relativ günstig in der Herstellung

Auch wenn ich kein Fan vom Bambus bin, ist mir durchaus bewusst, dass einige Menschen nur auf das Budget achten (müssen) und die jeweiligen Eigenschaften des Holzes zweitrangig sind. Wenn das Obige auf sie zutrifft, empfehle ich ihnen auf Amazon dieses Bambus Schneidebrett.

Hinoki

Hinoki Schneidebretter werden hauptsächlich in Japan verwendet. Diese Holzsorte unterscheidet sich sehr von den anderen genannten Schneidebrettern. Zum einen ist das Holz mit 500-800 Janka sehr weich und außerdem sehr porös. Quasi das genaue Gegenteil, was ein geeignetes Holz Schneidebretter ausmacht.

Trotzdem verwenden Japaner dieses Holz sehr gerne, weil dieses Holz sehr klingenschonend ist. Da japanische Messer (mit einer hohen Härte) sehr spröde sind, können Teile der Klinge auch mal abbrechen. Durch das weiche nachgiebige Holz verringert man die Gefahr, dass beim Schneiden Teile absplittern und man kann darauf sehr präzise Schnitte machen.

Schnittspuren entstehen auf solch weichem natürlich sehr schnell, wenn man falsch darauf schneidet. Deshalb sollte man am besten nur japanische Messer darauf benutzen. Japanische Messer benötigen eine ganz andere Schnitttechnik und üben im Idealfall nur wenig oder gar keinen Druck auf das Schneidebrett aus.

Ein Vorteil Hinoki Holz ist, dass es nur sehr wenig oder überhaupt nicht verzieht. Daher tränken Japaner ihre Schneidebretter aus Hinoki Holz vor dem Schneiden häufig ins Wasser. Das Tränken des Schneidebretts hat zwei Vorteile:

1. Hinoki Holz besitzt aufgrund der hohen porosität eine sehr geringe Dichte und wiegt, verglichen mit anderen Schneidebrettern recht wenig. Das geringe Gewicht kann bei großen Schneidebrettern vorteilhaft sein, bei kleineren Schneidebrettern kann es vorkommen, dass Hinoki Holz zu leicht ist, da Schneidebretter stand- und rutschfest sein sollten. Durch das zusätzliche Gewicht des Wassers gewinnt das Schneidebrett an Stabilität und Rutschfestigkeit.

2. Durch das Tränken nimmt Hinoki Holz Wasser auf uns speichert es im Inneren. Das Wasser sättigt das aufnahmefähige Holz (solange es feucht ist), wodurch Hinoki Holz nicht so leicht verfärbt und unempfindlicher gegen Flecken ist.

Zusätzlich sollte das Holz regelmäßig mit lebensmittelechtem Mineralöl eingeölt werden.

Sollte sich das Holz trotzdem verziehen, kann es ins Wasser getränkt werden und über Nacht mit einem schweren Gegenstand auf dem Schneidebrett getrocknet werden. Danach sollte es wieder gerade sein.

Wer zuhause teure japanische Messer mit einer hohen Rockwellhärte besitzt oder sich welche anschaffen will, für den kann Hinoki Holz eine gute Option darstellen.

Eigenschaften von Hinokiholz
  • Härtegrad von 500-800 Janka (sehr weich)
  • sehr porös und aufnahmefähig
  • sehr leicht verglichen mit anderen Holzarten
  • sollte vor Gebrauch in Wasser getränkt werden
  • benötigt regelmäßige Pflege
  • verzieht kaum
  • im Grunde nur für japanische Messer, mit einer hohen Härte geeignet
  • relativ teuer im Vergleich zu den anderen Hölzern

Hinoki Holz ist bei uns nicht so gängig wie andere Holzsorten, aber auf Amazon und ebay finden sie recht gute Angebote.

Olivenholz

Schneidebretter aus Olivenholz sind ebenfalls relativ beliebt. Allerdings eignet sich Olivenholz überhaupt nicht als Material für Schneidebretter. Dies hat zwei Gründe:

Erstens ist Olivenholz viel zu hart. Wie schon erwähnt, beträgt die für Schneidebretter geeignete Härte zwischen 900-1500 Janka. Olivenholz hat jedoch eine Härte von ca. 3000 Janka. D.h. Kochmesser werden bei regelmäßigem Schneiden auf Olivenholz ziemlich schnell stumpf.

Zweitens werden Schneidebretter aus Olivenholz häufig aus einem ganzen Stück hergestellt. Dies ist aber schlecht, weil sich das Holz sehr schnell verzieht, wenn es aus einem Stück besteht. 

So schön die Maserung auch sein mag, eignet sich Olivenholz überhaupt nicht als Material für Schneidebretter. Daher kann ich vom Kauf von Olivenholz Schneidebrettern nur abraten. Wer dennoch auf Olivenholz nicht verzichten möchte, der kann sich Olivenholz als schicke Servierplatte zulegen.

Eigenschaften von Olivenholz
  • mit ca. 3000 Janka zu hart als Schneidebrett
  • verzieht schnell, wenn es aus einem Stück hergestellt ist
  • als Servierplatte besser geeignet

Welches Holz ist nun das beste?

Dies lässt sich nicht eindeutig beantworten und kommt auf die individuellen Bedürfnisse an.

Für die meisten Messer eignen sich Kirschholz, Eiche, Nussbaum, Buche und Ahorn sehr gut. Diese Hölzer sind robust, widerstandsfähig, schonen die Klinge und sind bei Experten die wohl beliebtesten Hölzer.

Wer ein pflegeleichtes Schneidebrett und einen geringen Pflegeaufwand haben will, der sollte zu Teakholz greifen.

Jemand der teure japanische Messer besitzt, die sehr spröde sind, der sollte ein Schneidebrett aus Hinoki Holz in Betracht ziehen.

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