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DMT Simple Sharp: Solider Messerschärfer mit Schwächen

simple sharp

Ich habe den DMT Simple Sharp mehrere Wochen lang getestet und schreibe im folgenden Bericht meine Erfahrung nieder, sage worauf Sie beim Kauf achten sollten, was mir am Simple Sharp besonders gut gefallen hat, was mir nicht so gut gefallen hat, liste die größten Vor- und Nachteile auf. Zusätzlich empfehle ich noch einige sinnvolle Alternativen, falls der Simple Sharp nicht für Sie geeignet sein sollte.

Kurzer Disclaimer

Ich versuche in regelmäßigen Abständen objektive Tests bzw. Erfahrungsberichte von hochwertigen Produkten zu verfassen, von denen ich überzeugt bin und die in Messerkreisen einen guten Ruf besitzen.

Falls Sie diesen Erfahrungsbericht hilfreich finden, würde ich mich freuen wenn Sie als kleines Dankeschön, dieses oder ein anderes Produkt, über meine Links bei Amazon, eBay oder Schmiedeglut kaufen.

Dies hilft mir die Käufe zu finanzieren und motiviert mich, weiterhin guten Content zu erstellen.

Ich bin kein Fan von herkömmlichen Durchzieh-Messerschärfern, weil diese nur mäßige Ergebnisse liefern und zusätzlich die Klingen der Messer aufrauen. Dennoch besteht eine große Nachfrage nach Messerschärfern, da sie einfach und schnell in der Handhabung sind und sich die meisten Menschen nicht großartig mit dem Thema des Schärfens und Schleifens auseinandersetzen wollen. Deshalb habe ich es mir zur Aufgabe gemacht, verschiedene Messerschärfer selbst zu testen und meine Erfahrungen hier zu teilen.

In diesem Erfahrungsbericht habe ich den Simple Sharp von DMT getestet und habe mir zusätzlich verschiedene Meinungen von Experten eingeholt und versuche diesen Messerschärfer, wie alle anderen Produkte so objektiv wie möglich zu bewerten.

Ich bin auf den Simple Sharp das erste Mal durch die Empfehlung eines Kochs aufmerksam geworden. Da ich für meinen Blog immer auf der Suche nach empfehlenswerten Messerschärfern bin, die ich testen und weiterempfehlen kann, habe ich ein wenig recherchiert und ihn kurzerhand gekauft.

Er ist beispielsweise bei Amazon, eBay, oder Schmiedeglut erhältlich, allerdings ist er nicht immer vorrätig.

Erster Eindruck

Mein erster Eindruck des DMT Simple Sharp fällt nicht ganz positiv aus. Ich bin jemand, der gerne Geld für hochwertige Produkte ausgibt, d.h. die Produkte sollten gut verarbeitet sein und hochwertig aussehen. Der Dickoron Wetzstahl den ich getestet habe ist ein positives Beispiel dafür, wie ich mir ein hochwertiges Produkt vorstelle. Leider erweckt der Simple Sharp äußerlich keinen hochwertigen Eindruck.

Am Inneren kann ich nicht viel aussetzen. Die Diamantplatten werden in den USA hergestellt und gehören zu den besten Diamant-Schleifwerkzeugen die man kaufen kann. Alles in Allem ist das Aussehen kein großer Nachteil, da lediglich die Ergebnisse zählen, aber dennoch ist es ein kleiner Wehrmutstropfen.

Unterschied zu anderen Messerschärfern

Der Simple Sharp funktioniert etwas anders als andere V-förmige Messerschärfer. Herkömmliche V-förmige Messerschärfer mit Schleifplatten aus Hartmetall haben den großen Nachteil, dass sie die Klinge mit der Zeit kaputt machen. Es entstehen bei herkömmlichen Messerschärfern anfangs mikroskopisch kleine Unebenheiten, die im Laufe der Zeit beim Nachschärfen immer größer werden. Diese Unebenheiten vergrößern sich und es entstehen Ausbuchtungen, die man mit den Fingern spüren und sogar mit dem bloßen Auge sehen kann.

Die Klinge eines scharfen Messers sollte jedoch für eine gute Schneidleistung so glatt wie möglich sein, damit beim Schneiden so wenig Reibung wie möglich entsteht.

Dadurch, dass die Diamantplatten beim Simple Sharp breiter sind und keine direkte Auflagefläche an der Schneide entsteht, wird die Klinge gleichmäßig geschliffen, ohne dass Unebenheiten entstehen. Dadurch bleibt die Klinge des Messers glatt und es entstehen keine rauen Stellen oder Ausbuchtungen wie bei herkömmlichen V-förmigen Durchziehmesserschärfern.

Dafür gibt es schon mal einen großen Pluspunkt von mir.

Bedienung

Die Bedienung gestaltet sich denkbar einfach: Sie nehmen ein Kochmesser mit einer Klingenlänge von mehr als 10 cm und ziehen es mehrere Male durch den Simple Sharp. Bei nicht stumpfen Küchenmessern reichen ca. 5-10 Züge, bei stumpferen Kochmessern können Sie die Messer auch 10-15 mal durchziehen oder eben bis es scharf ist. Ist ein Messer bereits sehr stumpf, ist es ratsam zusätzlich entweder die sehr groben blauen Diamanplatten zu kaufen oder es mit einem Schleifstein vorzuschleifen.

Prinzipiell gilt:

Je häufiger ein Messer geschärft wird und je besser die Schärfe erhalten bleibt, desto weniger und seltener muss ein Messer geschliffen werden.

Anmerkung:

Die im inneren liegenden Federn können anfangs noch etwas haken. Falls Sie beim Durchziehen des Messers Widerstand verspüren, können die Federn etwas eingeölt werden. Dafür eignet sich jegliches Maschinen- oder Messeröl. (Ballistol, Nähmaschinenöl etc.)

Da ein Video mehr sagt als tausend Worte, verlinke ich ein Video von Schmiedeglut, wo nochmal alle wichtigen Punkte angesprochen werden.

Schärfergebnis

Insgesamt bin ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden, da es deutlich besser ist als mit den meisten anderen Messerschärfern. Die Messer werden gut geschliffen und die Klinge ist im Gegensatz zu anderen Messerschärfern nach dem Durchziehen schön glatt und scharf genug um Papier zu schneiden. (Hier erfahren Sie, wie Sie die Schärfe ihrer Messer testen können.)

Die Messer werden zwar schön scharf, allerdings nicht rasiermesserscharf. Dazu sind die roten Schleifsteine zu grob. Um Rasierschärfe zu erreichen, würde ich zusätzlich entweder die grünen sehr feinen Schleifsteine empfehlen oder das ein Abziehen des Messers über ein Lederriemen/Abziehleder.

Aber im Grunde reichen die mitgelieferten roten Schleifsteine für eine ordentliche Gebrauchsschärfe vollkommen aus, womit sich Lebensmittel problemlos schneiden lassen.

Limitierungen des Simple Sharp

Kein Messerschärfer ist perfekt. Sie zahlen bei Messerschärfern für das schnelle und einfach schleifen der Messer, ohne irgendwelche Vorkenntnisse zu benötigen. Dafür müssen gewisse Einschränkungen in Kauf genommen werden. Diese sind bei jedem Messerschärfer anders. Folgende Einschränkungen müssen sie beim Simple Sharp in Kauf nehmen.

Messer benötigen eine Mindestlänge

Aufgrund der Breite der Diamantplatten (also im Grunde weshalb er besser schärft als andere Messerschärfer), müssen Messer eine gewisse Länge besitzen, damit sie richtig geschliffen werden. Ist ein Messer zu kurz, wird es größtenteils nur einseitig bzw. unzureichend geschärft. Daher sollten alle Messer die im Simple Sharp geschärft werden, eine Klingenlänge von mindestens 10 cm haben.

Messer benötigen eine Mindestlänge

Häufig wird angenommen, dass ein Messerschärfer in der Lage ist, alle verschiedenen Messerarten zu schleifen. Dem ist aber nicht so. Die meisten Messerschärfer verfügen nur über einen einzigen voreingestellten Schleifwinkel der sich nicht mehr verändern lässt. Dies hat einerseits den Vorteil, dass ein voreingestellter Winkel das Schärfen erleichtert und Sie sich als Laie nicht darum kümmern müssen, den richtigen Schleifwinkel einzustellen und einzuhalten.

Andererseits schränkt es die Anwendung stark ein, da diese Messerschärfer nur einen Winkel anschleifen können und somit nur eine Art von Messer geschliffen werden können. Der Simple Sharp verfügt über einen voreingestellten Winkel von 15° und ist deshalb nur für Küchenmesser mit einem 15° Schleifwinkel bzw. einen 30° Schneidenwinkel geeignet.

D.h. Jagdmesser, Outdoormesser, japanische Messer und alle Messer die einen größeren oder kleineren Winkel als 15° haben, lassen sich mit diesem und auch den meisten anderen Messerschärfern die für Küchenmesser gedacht sind, nicht schleifen.

Japanische Messer und Brotmesser

Traditionelle einseitig oder asymmetrisch geschliffene japanische Messer sind generell nicht für Messerschärfer geeignet und sollten auch nicht mit dem Simple Sharp geschliffen werden. Das gleiche gilt für Brotmesser. Diese sind ebenfalls einseitig geschliffen und lassen sich nicht mit dem Simple Sharp schleifen.

Für wen ist der Simple Sharp am besten geeignet?

Der Simple Sharp richtig sich vor allem an Hausfrauen, Laien und Privatpersonen, die scharfe Küchenmesser haben wollen, ohne das Schärfen mit einem Wetzstahl oder das Schleifen mit einem Schleifstein zu erlernen.

Küchenmesser können mit dem Simple Sharp bei regelmäßiger Benutzung sehr lange scharf bleiben. Und falls ihre Messer dennoch ab und zu nachgeschliffen werden müssen, empfehle ich die Küchenmesser von einem professionellen Messerschleifer schleifen zu lassen.

Alternativen zum Simple Sharp?

Falls Sie aufgrund dieses Testberichts feststellen, dass der Simple Sharp nichts für Sie ist, dann sind die folgenden Produkte mögliche Alternativen für sie. Im Grunde kann ich derzeit nur 2 Messerschärfer bzw. Schärfsysteme empfehlen.

Spyderco Messerschärfer

Der Spyderco ist ebenfalls sehr einfach in der Bedienung und liefert ähnlich gute Ergebnisse wie der Simple Sharp. Mit dem Spyderco lassen sich auch kürzere Messer schleifen und es sind zwei verschiedene Schleifwinkel anschleifbar: Ein 30° Schneidenwinkel (15° Schleifwinkel) geeignet für Küchenmesser und ein 40° Schneidenwinkel (20° Schleifwinkel) geeignet für Outdoor und Survivalmesser.

Den Spyderco Messerschärfer können Sie beispielsweise bei Amazon für eine recht guten Preis erwerben.

Lansky Schärfsystem

Das Lansky Schärfsystem ist ebenfalls sehr empfehlenswert. Anfangs muss man sich zwar etwas einlesen, sobald die Grundkenntnisse bekannt sind, ist das Schleifen allerdings recht einfach. Der Lansky hat den Vorteil, 4 verschiedene Schleifwinkel einstellen zu können und somit viele verschiedene Messerarten schleifen zu können. Der Nachteil ist beim Lansky allerdings, dass Messer nicht kurz nebenbei innerhalb weniger Sekunden oder Minuten geschliffen werden können.

Die verschiedenen Lansky Schärfsystem können Sie ebenfalls recht günstig bei Amazon erwerben.

Ich werde in absehbarer Zukunft beide Messerschärfer testen und ebenfalls Testberichte schreiben.

Fazit

Insgesamt bin ich vom Ergebnis des Simple Sharps überrascht. Insgesamt bin ich vom Ergebnis des Simple Sharps überrascht. Es entstehen im Gegensatz zu anderen Messerschärfern keine Ausbuchtungen, die die Klinge aufrauen und mit der Zeit ruinieren. Zusätzlich ist er verhältnismäßig günstig, die Diamantplatten halten recht lange und lassen sich bei Bedarf auswechseln bzw. ersetzen.

Wenn Sie auf der Suche nach einem Messerschärfer für größere Kochmesser sind, ist der Simple sharp definitiv zu empfehlen.

Wenn Sie allerdings nach einem Messerschärfer für verschiedene Messerarten suchen, egal ob groß oder klein und womit auch unterschiedliche Winkel angeschliffen werden können, dann ist der Simple Sharp eher nicht für sie geeignet.

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