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Dickoron Wetzstahl – Deshalb ist er jeden Cent wert

Der Dickoron gilt als der beste Wetzstahl den man kaufen kann. Als Betreiber dieses Blogs wollte ich das natürlich testen und habe den Dickoron über mehrere Monate getestet. Was ich von diesem Wetzstahl halte und für wen er geeignet ist, erfahren sie in diesem Artikel.

Kurzer Disclaimer

Ich versuche in regelmäßigen Abständen objektive Tests bzw. Erfahrungsberichte von hochwertigen Produkten zu verfassen, von denen ich überzeugt bin und die in Messerkreisen einen guten Ruf besitzen.

Falls sie diesen Erfahrungsbericht hilfreich finden, würde ich mich freuen wenn sie als kleines Dankeschön, dieses oder ein anderes Produkt, über meine Links bei Amazon kaufen.

Dies hilft mir die Käufe zu finanzieren und motiviert mich, weiterhin guten Content zu erstellen.

Die Firma F. Dick stellt viele hochwertige Küchenutensilien her, die speziell für den professionellen Gebrauch gedacht sind. Häufig werden Dick Messer von Profiköchen und Fleischern verwendet, wie ich in diesem Artikel erkläre.

Bei meinen Recherchen für meine Artikel bin ich häufig auf den Namen Dickoron aufmerksam geworden. Er wird von vielen Messerexperten als der beste Wetzstahl gepriesen. Da ich auf meiner Seite nicht nur blind Produkte empfehle, wollte ich es genauer wissen und habe mir den Dickoron Wetzstahl bei Amazon gekauft. Auch wenn er recht teuer ist, bin ich dennoch glücklich ihn gekauft zu haben.

In dem folgenden Erfahrungsbericht gehe ich auf die Details ein, die ihn so besonders machen, welche Vor- & Nachteile dieser Wetzstahl hat und für wen er geeignet ist.

Mein erster Eindruck

Beim ersten in die Hand nehmen fallen mir sofort zwei Sachen auf: Das Gewicht und das Aussehen.

Im Vergleich zu herkömmlichen Wetzstählen wiegt der Dickoron deutlich mehr. Mit knapp 500g wiegt er ein Vielfaches von anderen Wetzstählen. Ich mag das hohe Gewicht, da er dadurch sehr standfest und sicher beim Wetzen ist.

Ein weiterer persönlicher Pluspunkt ist für mich das Aussehen. Zwar bringt der schönste Wetzstahl nichts, wenn er nicht gut wetzt, aber wenn er gut aussieht, dann ist es ein netter Bonus.

Das Schärfergebnis

Hier merke ich den Unterschied zwischen günstigen Wetzstählen und dem Dickoron. Die Messer werden deutlich glatter und somit schärfer, als mit herkömmlichen groben Wetzstählen. Ich bin immer wieder erstaunt, wie viel der Dickoron aus den Messern holt. Als Bonus kommt hinzu, dass ich die Messer seltener schleifen muss, weil er seine Arbeit so gut macht.

Besonderheiten

Der Dickoron verfügt über verschiedene Eigenschaften, die ihn so besonders machen. Zum einen das bereits angesprochene deutlich höhere Gewicht, die Länge, die Oberfläche, die Härte und die Form. All das sind wichtige Faktoren bei einem Wetzstahl.

Oberfläche

Herkömmliche Wetzstähle haben in der Regel eine sehr grobe Oberfläche. Die gröbere Oberfläche macht Messerklingen rauer, weshalb Messer mit groben Wetzstählen nicht so scharf werden.

Die Oberfläche des Dickoron Wetzstahls nennt sich Saphirzug und ist unglaublich fein. Dadurch, dass die Oberfläche so fein ist, wird die Schneide des Messers ebenfalls sehr glatt und somit scharf.

Zusätzlich haben Wetzstähle mit einer feinen Oberfläche den Vorteil, dass harter Messerstahl nicht so leicht absplittert. Dies ist besonders bei empfindlichen Carbonmessern und japanischen Messern wichtig.

D.h. der Dickoron macht die Messer nicht nur schärfer, sondern verhindert auch das (micro) Absplittern bei hartem Messerstahl, was sich wiederum klingenschonend auswirkt und Messer dadurch seltener geschliffen werden müssen.

Härte

Die Härte eines Wetzstahls ist entscheidend, da er nur seine Aufgabe erfüllen kann, wenn er härter ist, als das zu schärfende Messer.

Zum Vergleich: Günstige Wetzstähle besitzen eine Härte von ca. 60 HRC. Damit lassen sich die meisten rostfreien europäischen Edelstahlmesser mit der Härte 54-57 HRC wetzen.

Problematisch wird es allerdings bei härterem Messerstahl wie den bereits angesprochenen Carbonstahl und japanischen Messerstahl. Bei diesen Messern bringt ein herkömmlicher Wetzstahl der Härte 60 HRC nicht nur nichts, die Oberfläche nutzt sich zudem schnell ab.

Der Dickoron ist mit einer Härte von 66 HRC/Rockwell deutlich härter als die allermeisten Messer und kann dementsprechend bei praktisch allen Messern angewendet werden. Daher ist der Dickoron einer der wenigen Wetzstähle, der sich hervorragend für Carbonmesser eignet und auch für viele japanische Messer angewendet werden kann.

Einzig die Verwendung bei traditionellen japanischen Messern mit einer asymmetrischen oder einseitig geschliffenen Klinge sollte unterlassen werden. Ich habe in diesem Artikel einige sehr gute japanische Messer aufgezählt, die mit dem Dickoron gewetzt werden können.

Übrigens

Durch die hohe Härte des Dickoron, verschleißt die Oberfläche kaum. Nach 6 Monaten sieht er noch immer aus wie neu und wird in Privathaushalten bestimmt mehrere Jahrzehnte, wenn nicht ein ganzes Leben halten.

Ovale Form

Es gibt den Dickoron einmal als runde und einmal als ovale Variante. Der runde Wetzstahl* ist zwar ebenfalls top, aber die ovale Variante hat mehrere Vorteile gegenüber dem runden Wetzstahl.

Durch die ovale Oberfläche besteht mehr Kontaktbereich zwischen Messer und Wetzstahl. Dadurch sind ovale Wetzstähle effizienter, sodass zum Wetzen weniger Züge notwendig sind. Dies spart nicht nur Zeit, sondern schont die Klinge, so wie die Oberfläche des Wetzstahls.

Daher ist ein ovaler Wetzstahl gegenüber anderen Formen vorzuziehen.

Länge

Um mit einem Wetzstahl gleichmäßige Ergebnisse zu erhalten, darf er nicht zu kurz sein. Als Faustregel gilt, dass die Oberfläche eines Wetzstahls mindestens so lang sein sollte, wie die Klinge des längsten Kochmessers das man besitzt.

Mit ca. 30cm Oberfläche, ist der Dickoron daher ebenso für längere Kochmesser mit einer Länge zwischen 25-30 cm geeignet.

Wie sie die richtige Länge ihres Kochmessers herausfinden, erfahren sie in diesem Artikel.

Gewicht

Wie ich bereits angesprochen habe, ist der Dickoron mit knapp 500g recht schwer. Da man mit diesem Wetzstahl nicht über längere Zeit arbeiten muss, ist das hohe Gewicht zum Glück kein Problem.

Im Gegenteil: Dadurch, dass der Dickoron so schwer ist, steht er beim Wetzen immer sicher.

Verarbeitung

Leider ist eine hochwertige Verarbeitung bei teuren Produkten nicht immer garantiert. Selbst dann nicht, wenn Made in Germany draufsteht. Die Verarbeitung ist beim Dickoron von Anfang bis zum Ende einwandfrei und auf höchsten Niveau.

Der Dickoron wird außerdem im Gegensatz zu anderen Wetzstählen in Deutschland hergestellt, was höhere Produktionskosten zu Folge hat.

Preis

Der Dickoron ist mit rund 80 Euro nicht günstig, allerdings ist er ohne Frage jeden Cent wert. Dadurch, dass es der beste Wetzstahl ist und gleichzeitig noch extrem gut verarbeitet, rechtfertigt es den Preis.

Vorteil von Made in Germany

Auch wenn der Preis anfangs teuer erscheint, haben wir in Deutschland den Vorteil, dass der Dickoron, so wie viele Kochmesser in Deutschland hergestellt werden. Dadurch fallen keine Importkosten an, sodass wir diese Produkte günstiger als in anderen Ländern bekommen. In den USA kostet der Dickoron beispielsweise 100$.

Wem der Dickoron dennoch zu teuer ist, dem empfehle ich den etwas günstigeren Eicker Wetzstahl @Amazon. Der Eicker ist meiner Meinung nach, der zweitbeste Wetzstahl auf dem Markt, den ich in Zukunft ebenfalls testen werde.

Nachteil

Auch wenn der Dickoron nah am perfekten Wetzstahl ist, besitzt er einen kleinen Wermutstropfen. Er passt leider in keinen Messerblock, da er deutlich länger ist und eine ovale Form besitzt.

Deshalb hat die Dick einen speziellen Ring zum Aufhängen beigefügt. So kann er je nach Bedarf entweder an der Wand hängen oder in der Schublade verstaut werden.

Für wen eignet sich der Dickoron?

Köche/Metzger/Profis

Da der Dickoron für den Profibedarf hergestellt wird, würde ich diesen Wetzstahl jedem empfehlen, der beruflich oder professionell mit scharfen Küchenmessern hantieren muss. Überall wo es schnell gehen muss und scharfe Messer benötigt werden.

Für Carbonmesser und japanische Messer

Wer Carbonmesser oder japanische Messer besitzt, wird mit herkömmlichen Wetzstählen häufig schlechte oder keine Ergebnisse erzielen. Der Dickoron, so wie der Eicker, eignet sich aufgrund der hohen Härte als einer der wenigen Wetzstähle, die auch harte Messer von über 60 HRC wetzen können.

Traditionelle japanische Messer mit asymmetrischem oder einseitigem Schliff, eignen sich Wetzstähle allerdings nicht so gut.

Messerliebhaber

Ich würde diesen Wetzstahl ebenfalls jedem empfehlen, der teure oder besondere Messer besitzt und aus ihnen das Maximum herausholen möchte.

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2 Gedanken zu “Dickoron Wetzstahl – Deshalb ist er jeden Cent wert”

  1. Hallo, ich habe deinen Test über den Dickoron Wetzstahl gelesen und kann deine Ergebnissen nur bestätigen
    Ich besitze selbst einen seit 1992 und er tut immer noch seinen Dienst (Ich habe Metzger und Koch gelernt) Kennen tu ich den Stahl seit 1985, mein Meister hatte so einen und nach der Wende konnte ich mir dann auch einen kaufen. Ich möchte deinem Test noch hinzufügen dass die ovale Variante noch den Vorteil besitzt das der Stahl auf den Kanten etwas grober ist so das die ersten Züge über die Schmalseite den Grat nachhaltiger entfernen können bevor das eigentliche Abziehen losgeht.
    Danke auch für deinen Artikel über das Brünieren von Carbonmessern, dadurch bin ich erst darauf gestoßen. Ich habe mir selbst ein Küchenmesser gebaut aus einem Stück Bandsägeblatt und der Kohlenstoffgehalt scheint mir hoch genug um dem Messer die gewünschte Optik zu verleihen. Werd mir erst mal n Orangensaft aufmachen. Danke für die Tipps!

    • Hi Martin,
      vielen Dank für dein Feedback.Ich benutze den Dickoron zwar noch nicht so lange, bin aber jedes mal erstaunt, wie viel Schärfe er noch herausholt. Bei Gelegenheit versuche ich deinen Tipp in den Artikel einzubauen.

      Ja, Orangensaft hat mir persönlich von den Hausmitteln am besten gefallen, allerdings kann es auch am Messerstahl des jeweiligen Messers liegen. Für eine professionelle und wirklich langfristige Brünierung, würde ich vermutlich Eisen(III)-chlorid verwenden.
      Leider bin ich (noch) nicht der Bastler, aber vielleicht werde ich mich in Zukunft mal darin versuchen.

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