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Sieger Long Life – Messer innerhalb Sekunden schleifen

griff

In diesem Test/Erfahrungsbericht erkläre ich, was den Sieger Long Life Wetzstab so besonders macht, was mir besonders gut und was mir weniger gefällt und weshalb er sein Geld absolut wert ist, wenn ihnen die Schärfe wichtig ist.

Kurzer Disclaimer

Ich versuche in regelmäßigen Abständen objektive Tests bzw. Erfahrungsberichte von hochwertigen Produkten zu verfassen, von denen ich überzeugt bin und die in Messerkreisen einen guten Ruf besitzen.

Falls sie diesen Erfahrungsbericht hilfreich finden, würde ich mich freuen wenn sie als kleines Dankeschön, dieses oder ein anderes Produkt, über meine Links bei Amazon kaufen.

Dies hilft mir die Käufe zu finanzieren und motiviert mich, weiterhin guten Content zu erstellen.

Verschiedene Möglichkeiten Messer zu schleifen

Ich bin bei weitem kein Experte, wenn es ums Messerschärfen bzw. Messerschleifen geht. Ich sehe das Schleifen als notwendiges Übel oder als eine Art Wartung, um das Werkzeug (Messer) in Stand zu halten.

Auch wenn ich so wenig Zeit wie möglich fürs Schleifen aufwenden will, will ich dennoch die bestmöglichen Ergebnisse erzielen. Ich schätze mal der Mehrheit der Menschen geht es ähnlich. Ich habe mich also vorher gründlich über die verschiedenen Schleifmethoden informiert.

Schleifsteine

Die beste und günstigste Lösung ist wohl der Schleifstein. Allerdings sprechen für mich zwei Faktoren dagegen: Der Zeitaufwand und das Können. Um gute Ergebnisse zu erzielen, muss das Schleifen erst erlernt werden, was wiederum Zeit und Aufwand kostet.

Messerschärfer

Dann gibt es natürlich auch noch Messerschärfer. Diese sind für mich, auch wenn es damit schnell geht, allerdings keine Alternative da die Schärfergebnisse zu schlecht sind. Sie bekommen die Klinge zwar wieder einigermaßen scharf, aber Messer werden damit nicht wirklich rasiermesserscharf, um beispielsweise Zeitungspapier zu schneiden.

Schärfstäbe

Als dritte Alternative gibt es Schärfstäbe bzw. Schleifstäbe. Diese werden genau wie Wetzstähle benutzt, mit dem Unterschied, dass Schärfstäbe Material abtragen und die Klinge somit schleifen. D.h. man muss nur wenig Zeit aufwenden und muss keine neue Technik erlernen.

Ich habe also angefangen zu recherchieren, um in Erfahrung zu bringen, ob a) Schärfstäbe gute Ergebnisse erzielen und b) welche Schärfstäbe die besten sind. Ich habe dazu ausführlich recherchiert, in Messerforen nachgefragt und verschiedene Expertenmeinungen eingeholt.

Im deutschsprachigen Raum war das Ergebnis ziemlich eindeutig und der Sieger Long Life wurde immer wieder als bester Schärfstab genannt. Er wird außerdem unter den Namen Böker Long Life und Westmark Messerschärfer vertrieben. Das sind allerdings dieselben Produkte von ein und derselben Firma. Keine Ahnung wieso man sich nicht für einen primären Namen geeinigt hat, aber nun gut.

Er kommt in zwei verschiedenen Ausführungen: Einmal mit einem 20 cm langen Schleifrohr und einmal mit einem mit einem 28 cm langen Schleifrohr und sind auf Amazon erhältlich.

Weiter unten erkläre ich, welche Länge für sie sinnvoll ist.

Besonderheiten des Sieger Long Life

Keramik Schärfstäbe gibt es überall für ein paar Euro zu kaufen. Wieso sollte man also das doppelte oder dreifache für einen Schärfstab ausgeben? Und um ehrlich zu sein, muss man das nicht. Herkömmliche Keramikschärfstäbe werden die Messer, je nach Hersteller, mal besser und mal schlechter schärfen. Wer aber die besten Ergebnisse erzielen will und eine extrem glatte und scharfe Klinge erhalten will, der sollte sich den Sieger Long Life kaufen.

Das Schleifrohr besteht aus Sinterrubin, also synthetischem Rubin der 20 mal härter ist als Stahl, was in etwa der Härte von 200 HRC entspricht. Damit ist der Sieger Long Life fast so hart wie Diamant. Allerdings unterschieden ihn zwei wichtige Schlüsselfaktoren zu Diamant Schleifstäben:

  1. Das Schleifrohr besteht vollständig aus synthetischem Rubin und ist nicht nur beschichtet, wie Diamantstäbe. Dadurch ist der Sieger Long Life im Gegensatz zu Diamantstäben quasi verschleißfrei, deren Beschichtung schon nach kurzer Zeit ab geht.
  2. Der Sieger Long Life ist deutlich feiner als Diamantstäbe. Dadurch wird die Klinge beim Abziehen um einiges glatter und somit schärfer als bei Diamant Schärfstäben.

D.h der Sieger Long Life schärft die Messer nicht nur besser, sondern ist praktisch verschleifrei und wird bei richtiger Handhabung ein Leben lang halten.

Oberfläche und Körnung

Die Oberfläche ist im Vergleich zu anderen Schärfstäben sehr fein. Leider konnte ich keine genauen Angaben zur Körnung ausfindig machen. Deshalb habe ich beim Hersteller angefragt, wie die genaue Körnung sei.

Dieser teilte mir mit, dass es keine genauen Angaben zur Körnung gäbe, da die sinterrubin Oberfläche so viel Material abträgt wie bei einem Schleifstein mit grober Körnung, er aber gleichzeitig so fein ist wie ein Schleifstein mit feiner Körnung.

Ich kann dies nicht beurteilen, aber ich schätze mal die Ergebnisse sprechen für sich.

Härte

Mit rund 200 HRC ist der Sieger Long Life deutlich härter als jeder Stahl und um einiges härter als herkömmliche Keramikschärfstäbe. Mit ihm lassen sich selbst die härtesten Messer schleifen, ohne dass sie um den Schärfstab Angst haben müssen.

Sie sollten den Sieger Long Life allerdings nicht bei japanischen Messern mit einer asymmetrischen Klinge verwenden, da nur symmetrische Klingen für Wetzstähle und Schleifstäbe geeignet sind. Sonst lassen sich alle Messer ohne Probleme damit schärfen.

Bruchgefahr

Aufgrund der hohen Härte ist der Sieger Long Life, genau wie alle anderen Keramikstäbe sehr zerbrechlich. Denn je härter ein Material, desto weniger gibt es nach und desto schneller bricht es. D.h. der Schärfstab darf nicht herunterfallen und es sollte auch kein seitlicher Druck ausgeübt werden, wie er beispielsweise beim Transportieren in einer Tasche oder im Rucksack entsteht. Wenn sie dies beachten, wird er ein Leben lang halten.

Aussehen und Verarbeitung

Auch wenn ich die Funktionalität über alles andere Stelle, achte ich dennoch wie jeder Käufer auf das Aussehen. Hier hätte der Hersteller bessere Arbeit leisten können. Ich liebe es, wenn bei einem Produkt alles stimmt.

In meinem anderen Erfahrungsbericht über den Dickoron Wetzstahl, bin ich darauf eingegangen, wie die Firma Dick alles richtig gemacht hat und quasi den perfekten Wetzstahl erschaffen hat. Dieser liefert nicht nur extrem gute Ergebnisse, sondern sieht außerdem sehr ansprechend aus.

Das verwendete Plastik hätte etwas hochwertiger sein können. Es ist wie gesagt kein großes Manko aber ein kleiner Wermutstropfen.

Am Schleifrohr, dem wichtigsten Teil, ist allerdings nichts auszusetzen. Hier sucht der Sieger Long Life seinesgleichen.

Die richtige Länge auswählen

Der Long Life ist in zwei Längen erhältlich: Einmal als 50 cm langer Stab mit einem 28 cm langen Schleifrohr und einmal als 35 cm lange Stab mit einem 20 cm langen Schleifrohr. Welche Länge die richtige ist, hängt davon ab, wie lang die Messer sind die darauf geschärft werden.

Als Faustregel kann man sagen, dass die Länge des Schleifrohrs mindestens so lang wie das längste Messer sein sollte.

Hier erkläre ich übrigens, wie sie die richtige Länge für ihr Kochmesser herausfinden.

Wer beispielsweise nur Outdoormesser besitzt, die relativ kurz sind oder wenn das längste Messer ein Santoku Messer ist, dann ist der kurze Schärfstab völlig ausreichend.

Sind die Messer allerdings 20 cm oder länger, wie es bei Kochmessern häufig der Fall ist, sollte definitiv der lange Stab gekauft werden. Selbst wenn das längste Messer nur 20 cm lang ist, schadet es nicht, wenn der lange Schärfstab gekauft wird. Denn es ist besser zu viel als zu wenig Platz zu haben. Ich bevorzuge ebenfalls etwas längere Wetzstähle und Schleifstäbe, da ich lieber zu viel, als zu wenig Platz beim Schärfen habe. Dies verringert außerdem die Verletzungsgefahr, wenn das Messer zum Körper hin geschliffen wird.

Wer allerdings ein sehr knappes Budget hat, sollte logischerweise den kürzeren Schleifstab kaufen.

Häufigkeit der Anwendung

Wie häufig der Sieger Long Life zum Einsatz kommt, hängt ganz vom Gebrauch der Messer ab. Wer viel schneidet, wird seine Messer dementsprechend häufiger schärfen müssen.

Der Schleifstab sollte aber aufgrund des hohen Abtrags nicht zu häufig angewandt werden. Fürs regelmäßige Abziehen ist der Wetzstahl zuständig. Erst wenn sie merken, dass der Wetzstahl nicht mehr die gewünschten Ergebnisse erzielt, sollte der Schleifstab zum Einsatz kommen.

Da ich nicht allzu viel schneide, benutze ich den Sieger Long Life alle 1-2 Monate und manchmal auch seltener.

Pflege und Reinigung

Mit der Zeit werden die feinen Poren des Schärfstabs mit Metallabriebresten verstopft. Sie sehen den Metallabrieb mit bloßem Auge als graue Streifen auf dem Schleifrohr. Dadurch leidet das Schleifergebnis und die Messer werden nicht mehr so scharf wie am Anfang.

Sie sollten den Schärfstab deshalb ab und zu entweder mit einem feuchten Schwamm gründlich säubern oder mit einem Radiergummi oder Rostradierer über die grauen Stellen gehen. Dies entfernt jegliche Abriebreste und macht den Long Life wieder wie neu.

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